XI. Identifizierung des Antichristen

XI. Identifizierung des Antichristen

Der biblischen Gewohnheit folgend sieht die Vereinigungstheologie den Antichristen als den politischen Diktator, der sich zum atheistischen Materialismus bekennt und die Menschen dem Terror des totalitären Staates unterwirft. Wollen Sie die Fußspuren des Antichristen sehen? Wer baut eine Mauer um seinen Herrschaftsbereich und erschießt die, die zu entkommen versuchen? Wer schickt Wissenschaftler und Schriftsteller in die Arbeitslager? Wer verurteilt Dissidenten und steckt sie in Nervenheilanstalten? Wer tritt die Religionsfreiheit mit Füßen und verweigert Menschenrechte? Wer beansprucht die absolute Autorität des Staates und massakriert Millionen, um an der Macht zu bleiben? Wer ist der Nero, der Caligula, der Domitian in unserer Zeit? So ist also der Antichrist nicht unter den zahlreichen kontroversen oder vielgeschmähten religiösen Minderheiten unserer Tage zu finden, wie manche Prediger Sie glauben machen wollen.

Der kommende Christus, so lehrt die Vereinigungstheologie, wird als Mensch kommen, wie ein Mensch leben, als Mensch gegen Satan kämpfen und ihn schließlich unterwerfen. Im ersten Jahrhundert erwarteten die Menschen einen übernatürlichen Messias, eine übermenschliche Figur, als Führer einer Armee von Engeln. Stattdessen sandte Gott Jesus, den Sohn eines Zimmermannes. Auch in unserem Zeitalter erwarten fundamentalistische Prediger einen Besucher von den Wolken. Aber der Herr der Wiederkunft wird kommen wie Jesus – mit der Opferbereitschaft Jesu, als jemand, der sich so für die Errichtung des Reiches Gottes hingeben wird, dass er Satan vollkommen unterwerfen, das ganze Universum wiederherstellen und Gott die Freude des Sieges überbringen wird. Wir glauben, dass in unserer Zeit alles für Gott bereit ist, einen anderen zu salben, damit die unvollendete Arbeit Jesu abgeschlossen werden kann.

Woran erkennen wir, dass unser Zeitalter das der Verheiß ist? Christen aller Richtungen haben Schritt für Schritt gelernt, wie sie als eine Familie Gottes zusammenleben und arbeiten sollen.

Alle Weltreligionen wagen das Abenteuer, aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig zu verstehen und gemeinsam ihre Hilfe anzubieten.

Die jahrhundertealten Feindseligkeiten zwischen Wissenschaft und Religion schwinden.

Die technologische Revolution hat sich über den Erdkreis ausgebreitet und bietet zum ersten Mal allen Menschen die Gelegenheit, in gewissem Wohlstand zu leben.

Befreiungsbewegungen verschiedenster Art gewinnen an Stärke, so dass alle Männer und Frauen an der Freiheit der Kinder Gottes teilhaben können.

Am bedeutendsten aber: der Geist Gottes wirkt in der Welt, und inspiriert Leute, danach zu fragen, was Religion im tiefsten Sinne bedeutet. Eine geistige Wiederbelebung innerhalb und außerhalb der Kirchen breitet sich aus.