{"id":1400,"date":"2019-12-09T20:36:00","date_gmt":"2019-12-09T19:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/vereinigungskirche.at\/?p=1400"},"modified":"2019-12-09T23:00:47","modified_gmt":"2019-12-09T22:00:47","slug":"3-die-verborgene-dimension-der-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vereinigungskirche.at\/uca\/3-die-verborgene-dimension-der-geschichte\/","title":{"rendered":"3. Die verborgene Dimension der Geschichte"},"content":{"rendered":"<h5><strong>Die Wiederherstellung der Menschheit<\/strong><\/h5>\n<p>Es verursachte Gott gro\u00dfes Leid zu erleben, wie sich Seine Kinder von Ihm abwandten und in S\u00fcnde und Ignoranz verfielen. Nach dem Fall h\u00e4tte Er sich deshalb dazu entschlie\u00dfen k\u00f6nnen, die Menschen zu vernichten, tat es jedoch nicht. Stattdessen entschied sich Gott \u2013 von Seinem elterlichen Herz der Liebe geleitet \u2013 die Menschheit in ihre urspr\u00fcngliche Position wiederherzustellen. Es war eine Aufgabe, die sich als ungeheuer schwer und scheinbar endlos lang herausstellen sollte.<\/p>\n<p>Die Antwort auf die Frage, warum Gott nicht eingriff, um den Fall zu verhindern, steht in Zusammenhang mit der menschlichen Freiheit. Gott gab den Menschen das Geschenk der Freiheit, so dass wir Ihm aus freiem Willen in Liebe erwidern k\u00f6nnen. Freiheit ist immer verbunden mit Verantwortung. Gott gab den Menschen einen Teil der Verantwortung, den nur sie allein erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Manche denken, dass Gott die menschliche Geschichte kontrolliert. Aber Tatsache ist, dass der Fortschritt in der menschlichen Geschichte davon abh\u00e4ngt, inwieweit wir unseren Teil der Verantwortung erf\u00fcllen. Gottes Gnade steht uns st\u00e4ndig zur Verf\u00fcgung. Gottes Herz sehnt sich danach, alle Seine Kinder zu erl\u00f6sen. Aber weil die Menschen sich von Gott trennten, liegt es an uns, zu Gott zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Warum ist dann Gottes Ideal noch nicht verwirklicht worden? Tats\u00e4chlich wollte Gott mit dem Entsenden des Messias und der Erl\u00f6sung der Menschheit nicht warten. Jedoch war sorgf\u00e4ltige Vorbereitung n\u00f6tig, damit die Menschen den Messias empfangen w\u00fcrden. Ohne entsprechende Vorbereitung wird der Messias von seinen Zeitgenossen nicht verstanden und akzeptiert werden.<\/p>\n<p>Die Menschheit hat die ernsten Konsequenzen des Falles nie vollst\u00e4ndig verstanden. Satan riss die Position Gottes an sich. Unbewusst folgen die Leute dem Wort Satans und handeln auf selbstbezogene Art und Weise, im Gro\u00dfen wie im Kleinen, auf weltweiter Ebene wie auch im pers\u00f6nlichen Bereich. Selbstzentrierte Liebe ist so stark im menschlichen Leben verwurzelt, dass es erforderlich ist, sich gegen die Lebensweise der Welt zu stellen, um sich davon zu trennen. Auf jeder Ebene wird man auf Widerstand treffen, ganz abgesehen vom inneren Kampf, der n\u00f6tig ist, um in einer Welt des B\u00f6sen dauerhaft Gutes zu praktizieren. Au\u00dferdem besteht Satan gegen\u00fcber Gott auf seinen Eigentumsrechten bez\u00fcglich der gesamten Menschheit, welche Gott im Prinzip nicht verneinen kann. Deshalb ist der Weg der Erl\u00f6sung ein Weg der Selbstverleugnung und des Sich-Selbst-Opferns. Daher sagte Jesus: \u201eWer mein J\u00fcnger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.\u201c (Mt 16,24-25)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Die Aufgabe des Messias<\/strong><\/h5>\n<p>Die verborgene Dimension der Geschichte ist also Gottes Vorsehung der Wiederherstellung oder Neusch\u00f6pfung. Sein Plan und Sein Wirken zielen darauf ab, die Menschheit wiederherzustellen und Seine ideale Welt, wie Er sie urspr\u00fcnglich beabsichtigt hatte, zu errichten. Die Kernpunkte dieses Planes sind, dass Gott den Messias sendet, sobald die Menschen die notwendigen Vorbereitungen erf\u00fcllt haben, und dass die Menschen den Messias bei seiner Ankunft annehmen und mit ihm zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Der Messias, der wie Adam und Eva s\u00fcndenlos geboren wird, kommt als der \u201ezweite Adam\u201c, um die vollst\u00e4ndige und vollkommene Liebe Gottes zu offenbaren, was der erste Adam nicht erf\u00fcllen konnte. Als Resultat des Falles verlor der Mensch das Bewusstsein um die Liebe Gottes und wurde von der selbstbezogenen, falschen Liebe des Erzengels beherrscht. Deswegen sagt die Bibel, dass Satan, der Urheber des selbstbezogenen Denkens der Menschen, der Herrscher dieser Welt (Joh 12,31) ist. Der Messias kommt, um die Herrschaft Satans zu beenden, uns vom B\u00f6sen und der Selbstbezogenheit zu befreien und Gottes K\u00f6nigreich zu errichten.<\/p>\n<p>Das Verwirklichen von Gottes Ideal der wahren Liebe basiert auf der Erf\u00fcllung der Drei Gro\u00dfen Segen (Gen 1,28). Nachdem die ersten menschlichen Vorfahren s\u00fcndigten und somit keine wahre Familie errichten konnten, ist es Gottes Wunsch gewesen, einen wahren Mann und eine wahre Frau zu finden, die Sein Ideal verwirklichen und auf diese Weise das erreichen, was Adam und Eva nicht erreichen konnten. Als neuer Adam hat der Messias ebenfalls die Aufgabe, die Drei Gro\u00dfen Segen zu verwirklichen (erkl\u00e4rt im ersten Teil Der Zweck des Lebens), indem er mit Gott eins wird und eine ideale Familie als Grundlage f\u00fcr eine ideale Gesellschaft, Nation und Welt errichtet.<\/p>\n<p>Als Begr\u00fcnder der ersten idealen Familie nennen wir den Messias und seine Braut Wahre Eltern. Die Wahren Eltern werden eine neue, s\u00fcndenfreie Erblinie errichten. Indem sich M\u00e4nner und Frauen mit den Wahren Eltern verbinden, k\u00f6nnen sie sich von Satan trennen und in die neue Erblinie eingepfropft werden, die nichts mit dem Fall zu tun hat. Alle Menschen werden dann ebenfalls in der Lage sein, die Drei Gro\u00dfen Segen zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Das Fundament f\u00fcr den Messias<\/strong><\/h5>\n<p>Es ist Gottes Versprechen und Seine Verantwortung, den Messias zu senden, aber es ist die Verantwortung des Menschen, bestimmte Bedingungen in Vorbereitung auf das Kommen des Messias zu erf\u00fcllen. Diese Bedingungen der Wiederherstellung durch Wiedergutmachung sind notwendig, um das Versagen der ersten menschlichen Vorfahren zu korrigieren.<\/p>\n<p>Nach dem Fall fing Gott sofort an, in Adams Familie zu wirken, um ein Fundament zu errichten, auf dem Er den Messias senden konnte. Wenn Adam und Eva an Gottes Wort geglaubt und Sein Gebot befolgt h\u00e4tten, w\u00e4ren sie zu wahren Kindern Gottes herangereift. Aber Adam und Eva fehlte der Glaube und sie trennten sich von Gott. Daher muss ein anderer dieses Versagen umkehren, indem er absoluten Glauben an Gottes Wort zeigt (das G\u00f6ttliche Prinzip nennt dies ein Glaubensfundament errichten). Dieses Fundament muss von Einzelpersonen, Familien, St\u00e4mmen und Nationen errichtet werden.<\/p>\n<p>H\u00e4tten die ersten menschlichen Vorfahren ihre volle Reife erreicht, h\u00e4tten sie die Herrschaft \u00fcber alle geschaffenen Wesen, einschlie\u00dflich des Erzengels, erlangt. Adam und Eva erlagen jedoch der Versuchung des Erzengels und erlaubten ihm damit, die Herrschaft \u00fcber sie zu \u00fcbernehmen. Die Motivation und der Prozess des Falles m\u00fcssen umgekehrt werden und die korrekte Herrschaftsordnung muss als Bedingung daf\u00fcr wiederhergestellt werden, dass Gott den Messias senden kann (das G\u00f6ttliche Prinzip bezeichnet dies als substantielles Fundament). Um dieses Fundament zu errichten, stellt Gott jemanden in die Position Luzifers (der der \u00c4ltere war) und jemanden in die Position Adams (der der J\u00fcngere war). Damit sie bedingungsweise die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Beziehung zwischen Adam und dem Erzengel wiederherstellen, m\u00fcssen diese beiden ihre Positionen umkehren, wobei der \u00c4ltere, der Luzifer repr\u00e4sentiert, dem J\u00fcngeren, der Adam repr\u00e4sentiert, dient.<\/p>\n<p>Kain und Abel, die S\u00f6hne Adams, standen in diesen Positionen. Kain, der \u00c4ltere, war in der Position Luzifers, und Abel, der J\u00fcngere, in der Position Adams. Abel zeigte Glauben an Gott, indem er das Beste seiner Herde opferte, und Gott nahm sein Opfer an. Aber als Kain ein Opfer der Fr\u00fcchte des Feldes darbrachte, wies Gott es zur\u00fcck, wor\u00fcber Kain sehr erz\u00fcrnt war (Gen 4,3-5). Es war Kains Verantwortung, die gleichen Gef\u00fchle, die Luzifer f\u00fchlte, zu \u00fcberwinden und Gottes Liebe und Willen durch Abel anzunehmen. Dies h\u00e4tte die Positionen von \u00c4lterem und J\u00fcngerem umgekehrt und symbolisiert, dass Adam \u00fcber den Erzengel hinausw\u00e4chst und die richtige Ordnung in seiner Beziehung mit Luzifer errichtet. Auf der Grundlage dieser Einheit der Br\u00fcder h\u00e4tte Gott die Elternposition beanspruchen k\u00f6nnen. Damit w\u00e4re ein Fundament geschaffen worden, um einen neuen Adam, den Messias, zu senden.<\/p>\n<p>Dieses Muster der Vers\u00f6hnung von Kain und Abel als Fundament f\u00fcr das Senden des Messias war Gottes gleichbleibendes Muster die gesamte Geschichte hindurch.<\/p>\n<p>Beim ersten Mord der Menschheitsgeschichte t\u00f6tete Kain jedoch seinen j\u00fcngeren Bruder Abel, anstatt ihn zu lieben. Kain f\u00fchlte denselben Neid Abel gegen\u00fcber, wie ihn Luzifer gegen\u00fcber Adam gef\u00fchlt hatte. Kain konnte dieses Gef\u00fchl nicht \u00fcberwinden. Er konnte seinen Bruder nicht von Gottes Standpunkt aus sehen. Statt den Prozess des Falles umzukehren, wiederholte er ihn. Somit konnte Gott den Messias nicht zu Adams Familie schicken.<\/p>\n<p>Es dauerte viele Generationen, bevor Gott wieder einen rechtschaffenen Mann gefunden hatte, dessen Familie mit der Aufgabe betraut werden konnte, das Versagen in Adams Familie umzukehren. Dieser Mann war Noach. Er errichtete ein Glaubensfundament, indem er Gottes Gebot gehorchte und nach genauen Anweisungen ein Schiff, die Arche, \u00fcber eine lange Zeitperiode hinweg baute.<\/p>\n<p>Mit Noachs Familie sollte ein neuer Anfang in der Geschichte der Menschheit gemacht werden. Nach dem Gericht durch die Sintflut h\u00e4tten sich Noachs S\u00f6hne mit Noach vereinen und dadurch die Bedingung schaffen sollen, dass Gott den Messias senden konnte. Anstatt seinem vorbildhaften Vater gegen\u00fcber loyal zu sein, nahm jedoch Ham, der zweite Sohn Noachs, Ansto\u00df an seinem Vater und hatte ihm gegen\u00fcber ein Gef\u00fchl der Scham. Zus\u00e4tzlich brachte er sogar seine Br\u00fcder gegen ihren Vater auf. Noach war erz\u00fcrnt \u00fcber Hams Untreue (Gen 9,20-23). Weil Noachs Familie versagte, das Glaubensfundament Noachs zu ererben, wurde Gottes Vorsehung, den Messias zu senden, erneut verschoben und Gott musste einen neuen rechtschaffenen Mann und eine neue Familie finden, um die vergangenen Fehler wiedergutzumachen und ein Fundament f\u00fcr den Messias zu schaffen.<\/p>\n<p>400 Jahre sp\u00e4ter wurde Abraham als solch ein rechtschaffener Mann von Gott gerufen. Gem\u00e4\u00df der Heiligen Schrift folgte er dem Ruf, indem er sich von seiner gefallenen Umgebung, der Stadt Ur in Chald\u00e4a, trennte und sich aufmachte zu einem neuen Land, das ihm versprochen wurde. Seine Frau Sara stellte bedingungsweise die Position Evas wieder her, als sie den Verf\u00fchrungen Pharaos, der den Erzengel repr\u00e4sentierte, widerstand (Gen 12,10-20). Abraham jedoch versagte bei der Opferung der Tiere. Erneut stellte seine Frau die Position Evas wieder her, indem sie den Versuchungen des K\u00f6nigs Abimelech widerstand. Schlie\u00dflich zeigte Abraham absoluten Glauben, als er Gottes Befehl gehorchte, seinen Sohn Isaak zu opfern. Isaak selbst kehrte das Versagen Hams um, indem er sich v\u00f6llig mit seinem Vater vereinigte und sogar bereit war, sein Leben als Opfer darzubringen. Aber Gott verschonte Isaak, indem Er einen Engel sandte, um Isaak vor dem Tod zu retten (Gen 22,10-12).<\/p>\n<p>Die Vers\u00f6hnung von Isaaks S\u00f6hnen, Esau und Jakob, war ein providentieller Wendepunkt. Jakob, der j\u00fcngere Bruder, war ernsthaft darum bem\u00fcht, das Erstgeburtsrecht zu bekommen, und er kaufte es von Esau f\u00fcr ein Linsengericht. Sp\u00e4ter, als sein Vater im Sterben lag, half seine Mutter Rebekka Jakob, sich als sein Bruder auszugeben. Er brachte seinen Vater dazu, ihm den Segen zu geben, der dem Erstgeborenen zustand. Rebekka verstand Gottes Vorsehung und half ihrem zweiten Sohn, den Segen zu erhalten. Esau war au\u00dfer sich vor Zorn und schwor, Jakob zu t\u00f6ten, aber mit Rebekkas Hilfe floh Jakob nach Haran. Nach 21 Jahren Knechtschaft in Haran trat er seinem Bruder gegen\u00fcber, der mit 400 M\u00e4nnern bewaffnet ankam. Durch sein aufrichtiges Darbringen von Geschenken und sein respektvolles Verbeugen vor Esau brachte Jakob das Herz von Esau zum Schmelzen und sie vereinigten sich schlie\u00dflich unter Tr\u00e4nen. So stellten Esau und Jakob erfolgreich das Versagen von Kain und Abel wieder her. Mit aufopferungsvoller Liebe \u00fcberwand Jakob den Hass seines Bruders. Indem er dem Groll Esaus (der als der \u00c4ltere in der Position Kains stand) ein Ende setzte, errichtete Jakob ein Muster f\u00fcr die Unterwerfung Satans und die Wiederherstellung von Gottes Herrschaft der Liebe.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage von Jakobs Sieg konnte Gott die Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob segnen, die eine Erblinie begr\u00fcndeten, die bis zu einem bestimmten Grad die himmlische Tradition des Lebens zum Wohl anderer verk\u00f6rperte.<\/p>\n<p>Durch Moses begann Gott Seine Vorsehung, das Nationale Fundament f\u00fcr den Messias zu errichten. Gott erzog die Israeliten und f\u00fchrte sie durch viele Pr\u00fcfungen, um eine Nation auf Seiner Seite zu errichten. Er offenbarte ihnen, dass Er eines Tages den Messias senden w\u00fcrde, der eine Geschichte des Friedens und der Gerechtigkeit beginnen w\u00fcrde. Von da an sehnte sich Israel nach dem Kommen des Messias.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Jesus kam nicht, um verfolgt zu werden<\/strong><\/h5>\n<p>Jesus Christus kam vor 2000 Jahren als der zweite Adam (der Apostel Paulus bezieht sich im 2.Kor 15,45 auf Jesus als den \u201eletzten Adam\u201c), um den Zweck der Wiederherstellung zu erf\u00fcllen und das Himmelreich auf Erden zu errichten.<\/p>\n<p>Das Hauptanliegen von Gottes Vorbereitung war es, ein Glaubensfundament und ein substantielles Fundament in der Nation zu errichten, in der der Messias geboren werden w\u00fcrde. Nachdem die Israeliten aus der Gefangenschaft in Babylon zur\u00fcckgekehrt waren, bereitete Gott das auserw\u00e4hlte Volk vor, indem Er das Judentum reformierte und erneuerte. Schlie\u00dflich sandte Er den Propheten Maleachi, der den \u201eTag des Herrn\u201c prophezeite. W\u00e4hrend einer Periode von 400 Jahren zeigten die Israeliten ihren Glauben, ausgerichtet auf das Gesetz und den Tempel, und warteten inst\u00e4ndig auf den Messias.<\/p>\n<p>Obwohl Gott Seine Anstrengungen auf die Vorbereitung der Nation Israel konzentrierte, bereitete er auch den Rest der Welt auf die Ankunft des Messias vor. Vor dem Kommen Jesu war das R\u00f6mische Reich mit seinem ausgedehnten Netzwerk von Handelswegen errichtet worden. Das R\u00f6mische Reich dehnte sich weit aus und kam mit den meisten anderen Zivilisationen in Ber\u00fchrung. Latein wurde in vielen Teilen des R\u00f6mischen Imperiums gesprochen, so wie heute Englisch weit verbreitet ist. Mit diesem \u00e4u\u00dferen Fundament h\u00e4tte sich die Lehre des Messias schnell von Israel nach Rom und von Rom in die ganze Welt verbreiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte Gott etwa vier Jahrhunderte vor Christus die Welt auch innerlich auf das Kommen des Messias vorbereitet. In Indien wies der Prinz Gautama Buddha alle weltlichen Annehmlichkeiten zur\u00fcck und suchte nach dem wahren Weg des Lebens. Durch sein Vorbild und seine Lehre entwickelte sich der Buddhismus, der eine der einflussreichsten Religionen Asiens wurde. In China erschien Konfuzius und lehrte eine hochentwickelte Ethik auf der Grundlage des himmlischen Gesetzes. In Griechenland bem\u00fchten sich die gro\u00dfen klassischen Philosophen Sokrates, Plato und Aristoteles, einen Standard menschlicher Ethik und Erkenntnis zu errichten.<\/p>\n<p>Auf diese Weise schuf Gott die Voraussetzungen f\u00fcr die Errichtung Seines K\u00f6nigreiches, \u00fcber das Jesus so oft sprach. Christus sollte, wie in Jesaja beschrieben, der Herr der Herrlichkeit werden. Gott bereitete viele Menschen vor, um Jesus zu empfangen und ihm nachzufolgen. Jedoch gab Gott auch die Warnung, dass fehlender Glaube des israelitischen Volkes f\u00fcr Jesus viel Leid und Elend bedeuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Um das zu vermeiden, sandte Gott im Besonderen Johannes den T\u00e4ufer, der kam, um den Weg des Herrn zu ebnen (Joh 1,23, Mal 3,1). Johannes f\u00fchrte ein asketisches, vorbildliches Leben, widmete sich Gott vollst\u00e4ndig und errichtete dadurch das Glaubensfundament. Er sagte den Leuten: \u201eKehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.\u201c (Mt 3,2) Die Israeliten wussten, dass Johannes ein besonderer Prophet war. Sie hatten von den geistigen Ph\u00e4nomenen und Wundern geh\u00f6rt, die seine Geburt umgeben hatten. Manche dachten, dass er m\u00f6glicherweise selbst der Messias sei oder Elias, der Prophet, dessen R\u00fcckkehr man in den Letzten Tagen erwartete. Weil er weithin respektiert wurde, war Johannes die ideale Person, um als eine Br\u00fccke zwischen Jesus und den Menschen zu fungieren.<\/p>\n<p>Aber erf\u00fcllte Johannes der T\u00e4ufer seine providentielle Verantwortung? Anf\u00e4nglich legte Johannes Zeugnis davon ab, dass Jesus der Messias sei, als er sagte: \u201eSeht das Lamm Gottes, das die S\u00fcnde der Welt hinwegnimmt.\u201c (Joh 1,29) Jedoch gibt es in der Bibel keinen Bericht dar\u00fcber, dass Johannes ein J\u00fcnger Jesu wurde oder f\u00fcr Jesus arbeitete. Stattdessen offenbart Mt 11,3, dass Johannes zu zweifeln begann, wer Jesus war, als er n\u00e4mlich zwei seiner eigenen J\u00fcnger zu Jesus sandte, um ihn zu fragen: \u201eBist du der, der kommen soll, oder m\u00fcssen wir auf einen andern warten?\u201c<\/p>\n<p>Viele Israeliten glaubten an die Prophezeiung Maleachis, dass Elija zur\u00fcckkehren w\u00fcrde, um den Messias anzuk\u00fcndigen. Als sie deshalb Jesus fragten, wo denn Elija sei, antwortete er: \u201eUnd wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er [Johannes] ist Elija, der wiederkommen soll.\u201c (Mt 11,14) Johannes verneinte jedoch, dass er Elija sei, und so stellte er die Israeliten vor die Wahl, entweder ihm oder Jesus zu glauben.<\/p>\n<p>Johannes war eine h\u00f6chst respektierte religi\u00f6se Person, w\u00e4hrend Jesus das uneheliche Kind eines armen Zimmermanns war. Ohne die Unterst\u00fctzung von Johannes war es f\u00fcr das j\u00fcdische Volk sehr schwierig, Jesus zu glauben und ihm zu folgen. Deshalb war die Reaktion Jesu auf die Frage von Johannes eindeutig: \u201eUnter allen Menschen hat es keinen gr\u00f6\u00dferen gegeben als Johannes den T\u00e4ufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist gr\u00f6\u00dfer als er.\u201c (Mt 11,11)<\/p>\n<p>Jesus forderte von Beginn seines \u00f6ffentlichen Auftretens an die Leute dazu auf, dem zu glauben, den Gott gesandt hat (Joh 6,29). Jesus bat die Leute eindringlich, wenn sie schon nicht seinen Worten glaubten, so sollten sie wenigstens seinen Werken Glauben schenken, damit sie gerettet w\u00fcrden. Dennoch weigerten sie sich, Jesus zu glauben. Die Pharis\u00e4er sagten sogar, dass seine Macht, Wunder zu wirken, vom Teufel k\u00e4me: \u201eNur mit Hilfe von Beelzebul, dem Anf\u00fchrer der D\u00e4monen, kann er die D\u00e4monen austreiben.\u201c (Mt 12,24) H\u00e4tten die Menschen erkannt, wer Jesus wirklich war, h\u00e4tten sie ihn bestimmt nicht zur\u00fcckgewiesen. Der Apostel Paulus sagt im Brief an die Korinther: \u201eKeiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn h\u00e4tten sie die Weisheit Gottes erkannt, so h\u00e4tten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.\u201c (1Kor 2,8) Wenn die Menschen Jesus als den Messias erkannt h\u00e4tten, h\u00e4tten sie ihn dann zur\u00fcckgewiesen und verfolgt?<\/p>\n<p>In Luk 19,41-42 wird \u00fcber Jesus berichtet: \u201eAls er n\u00e4her kam und die Stadt sah, weinte er \u00fcber sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt h\u00e4ttest, was dir Frieden bringt! Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Erl\u00f6sung durch das Kreuz<\/strong><\/h5>\n<p>Als es klar wurde, dass es keine M\u00f6glichkeit mehr gab, um die Leute davon zu \u00fcberzeugen, wer er wirklich war, entschloss sich Jesus, sein Leben als S\u00fchneopfer f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt hinzugeben.<\/p>\n<p>Jesus lie\u00df es nicht nur zu, dass er gekreuzigt wurde, sondern er betete sogar um Vergebung f\u00fcr diejenigen, die ihn kreuzigten. In dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Handlung offenbarte Jesus Gottes vergebendes und opferbereites Herz und schuf dadurch einen Bereich frei von Satans falscher und selbsts\u00fcchtiger Liebe.<\/p>\n<p>Das Leben Jesu und sein Opfertod sind Zeugnis f\u00fcr die Kraft von wahrer, bedingungsloser Liebe. Bis zum Kommen Jesu war es \u00fcblich, dass Ungerechtigkeit nach dem Motto \u201eAug\u2019 um Aug\u2019, Zahn um Zahn\u201c bestraft oder ger\u00e4cht wurde. Jesus hingegen zeigte, dass Gott kein Gott der Rache ist, sondern dass Er ein elterlicher und vergebender Gott ist, der Seine Kinder trotz ihrer S\u00fcnden liebt.<\/p>\n<p>Der Tod Jesu am Kreuz war das tragische Resultat des Versagens seiner Zeitgenossen, den Willen Gottes zu tun. Jesus jedoch blieb Gott v\u00f6llig treu. Konfrontiert mit dem Unglauben der Menschen, entschied er sich, sein Leben zu opfern. Dieses h\u00f6chste Opfer war ein Sieg der wahren Liebe, ein Sieg des Geistes. Als Resultat k\u00f6nnen alle Menschen durch Glauben vor Gott gerechtfertigt werden, was sie bef\u00e4higt, auf eine h\u00f6here geistige Ebene zu gelangen. Jedoch muss die Menschheit noch immer auf den Herrn der Wiederkunft warten, der kommt, um alle S\u00fcnden auszumerzen und schlie\u00dflich das Reich Gottes auf Erden zu errichten.<\/p>\n<p>Jesus h\u00e4tte der Herr der Herrlichkeit werden sollen, starb aber als der Herr des Leidens. Um zu verstehen, dass die Kreuzigung Jesu kein notwendiges Element in Gottes Erl\u00f6sungsplan war, m\u00fcssen wir uns fragen, was das Resultat gewesen w\u00e4re, wenn die Menschen zu jener Zeit Jesu Anweisungen gefolgt w\u00e4ren. H\u00e4tte es bedeutet, dass Gottes Plan zunichte gemacht worden w\u00e4re, wenn die Menschen an Jesus geglaubt h\u00e4tten und ihm gefolgt w\u00e4ren? Nat\u00fcrlich nicht. Der Wille Gottes w\u00e4re in vollem Umfang erf\u00fcllt worden. Jesu Gebet im Garten Getsemani: \u201eMein Vater, wenn es m\u00f6glich ist, gehe dieser Kelch an mir vor\u00fcber\u201c(Mt 26,39), offenbart, dass sein Tod am Kreuz nicht der w\u00fcnschenswerteste Kurs war. Jesus betete verzweifelt, dass Gott ihn am Leben lassen m\u00f6ge, damit er seine Mission weiterverfolgen und die Herzen der Menschen soweit \u00e4ndern k\u00f6nnte, dass sie ihn akzeptierten. Jesus verstand, dass die Zur\u00fcckweisung seitens der Menschen ihn daran hindern w\u00fcrde, das Himmelreich auf Erden zu errichten. Es ist daher nicht \u00fcberraschend, dass er so hart \u00fcber Judas Iskariot, seinen Verr\u00e4ter, sprach: \u201eDoch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. F\u00fcr ihn w\u00e4re es besser, wenn er nie geboren w\u00e4re.\u201c (Mt 26,24)<\/p>\n<p>W\u00e4re Jesus angenommen worden, h\u00e4tte es keine Notwendigkeit f\u00fcr ein zweites Kommen des Messias gegeben, ein Ereignis, das im Alten Testament nirgendwo vorausgesagt wird. Vor seiner Kreuzigung sagte Jesus: \u201eNoch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr k\u00f6nnt es jetzt nicht tragen.\u201c (Joh 16,12) Er sagte auch: \u201eWenn ich zu euch \u00fcber irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch \u00fcber himmlische Dinge spreche?\u201c (Joh 3,12) Er f\u00fcgte hinzu: \u201eDies habe ich in verh\u00fcllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verh\u00fcllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verk\u00fcnden werde.\u201c (Joh 16,25) Auch wenn der mangelnde Glaube zur Zeit Jesu dies damals verhinderte, wird die klare Wahrheit, von der er sprach, zur Zeit der Wiederkunft offenbart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Vorbereitung f\u00fcr die Wiederkunft Christi<\/strong><\/h5>\n<p>Weder Gottes Prinzip noch Sein Ziel, eine Welt der wahren Liebe, das Reich Gottes auf Erden, zu errichten, \u00e4ndern sich.<\/p>\n<p>Nach Jesu Tod und Auferstehung begann Gott, durch die Nachfolger Jesu, die Christen, zu wirken, um Vorbereitungen f\u00fcr das zweite Kommen des Messias zu treffen. Das Christentum begann mit den 12 Aposteln und 70 J\u00fcngern Jesu. 400 Jahre lang gingen die Christen durch einen Leidenskurs \u00e4hnlich wie die Israeliten in \u00c4gypten. Trotz der heftigen Verfolgung gaben die Christen ihren Glauben nicht auf. Im Gegenteil, ihr Glaube vertiefte sich und sie wurden zu hingebungsvollen Gl\u00e4ubigen, die beseelt davon waren, Jesu Lehren zu verbreiten.<\/p>\n<p>Das Resultat ihrer Best\u00e4ndigkeit war, dass Kaiser Theodosius im Jahr 392 das Christentum zur Staatsreligion Roms erkl\u00e4rte. Das war ein gewaltiger Sieg. Aber damit Christus wiederkehren konnte, musste das Christentum auf weltweiter Ebene verbreitet werden. Dieses globale Fundament war notwendig, weil in der Zwischenzeit politische, wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen jenseits der nationalen Ebene errichtet waren. Nachdem sie vom R\u00f6mischen Reich angenommen worden war, dehnte die christliche Kirche allm\u00e4hlich ihren Einfluss auch auf andere Teile der Welt aus. Aber wie in der Periode des Alten Testaments gab es seitens der Schl\u00fcsselfiguren viele Versagen, die weitere Verz\u00f6gerungen in der Vorsehung Gottes verursachten. Mangelhaftes Verst\u00e4ndnis der Lehren Jesu und unzureichende Liebe f\u00fchrten zu Trennungen und Spaltungen unter Christen entlang kultureller, rassischer und nationaler Grenzen.<\/p>\n<p>Das Christentum durchlief ein historisches Muster, vergleichbar mit dem Kurs der Israeliten. Die Zeit der Verfolgung unter Rom weist Parallelen mit der Zeit der Sklaverei der Israeliten in \u00c4gypten auf. Die Periode zwischen dem Fall Roms und der Kr\u00f6nung von Karl dem Gro\u00dfen hat ihre Parallele in der Periode der Richter in Israel. Das karolingische Reich \u00e4hnelt dem vereinten Israel unter Saul, David und Salomon, gefolgt von Jahren der Trennung und des Konflikts sowohl in Israel als auch im Christentum. Das 70 Jahre dauernde Exil der Israeliten in Babylon findet seine Parallele in dem von Korruption gezeichneten Papsttum, das 70 Jahre lang das Exil in Avignon erdulden musste.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Mittelalters gewann die katholische Kirche enorme Macht und Reichtum, stagnierte dann leider spirituell und wurde sehr einengend. Die Korruption der Kirche in der Renaissance war gegen Gottes Willen und der sich entwickelnde Geist und Intellekt der Christen f\u00fchrten zu Rufen nach drastischen Reformen. Dies resultierte in der Reformation im 16. Jahrhundert, welche ihre Parallele in der Erneuerung des Judaismus 400 Jahre vor Jesu Geburt hat.<\/p>\n<p>Die christliche Geschichte hat die Zeitperioden der biblischen Geschichte Israels auf der weltweiten Ebene wiederholt. Das G\u00f6ttliche Prinzip lehrt, dass sich die Geschichte gem\u00e4\u00df der g\u00f6ttlichen Vorsehung der Wiederherstellung entwickelt hat, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und das Fundament f\u00fcr die Wiederkunft zu legen. Diese neue Grundlage wurde im 20. Jahrhundert vollendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wiederherstellung der Menschheit Es verursachte Gott gro\u00dfes Leid zu erleben, wie sich Seine Kinder von Ihm abwandten und in S\u00fcnde und Ignoranz verfielen. Nach dem Fall h\u00e4tte Er sich deshalb dazu entschlie\u00dfen k\u00f6nnen, die Menschen zu vernichten, tat es jedoch nicht. 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