{"id":1109,"date":"2019-11-16T14:30:34","date_gmt":"2019-11-16T13:30:34","guid":{"rendered":"https:\/\/vereinigungskirche.at\/?p=1109"},"modified":"2019-12-02T01:57:23","modified_gmt":"2019-12-02T00:57:23","slug":"ziel-der-schopfung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vereinigungskirche.at\/uca\/ziel-der-schopfung\/","title":{"rendered":"VII. Ziel der Sch\u00f6pfung"},"content":{"rendered":"<p>Trotz der ererbten Neigung des Menschen zu s\u00fcndigen hat Gott ein Ziel der Sch\u00f6pfung und ist entschlossen, es zu verwirklichen. Um eines meiner fr\u00fcheren B\u00fccher zu zitieren: <em>\u201eDas Wort wurde Mensch, ein sichtbares Ebenbild Gottes. Indem er Sein ganzes Wesen in Seine Werke projizierte, brachte Gott den Menschen hervor, um Sein unsichtbares Selbst in Form eines sichtbaren und fassbaren Ebenbildes zu manifestieren. So schuf Gott den Menschen, um Freude zu f\u00fchlen\u201c.<\/em> (aus <em>\u201eDivine Principle and its Application\u201c<\/em> S. 11)<\/p>\n<p>Die Erl\u00f6sungslehre der Vereinigungstheologie entspringt einem Vers in der Genesis. Nachdem Gott Adam und Eva geschaffen hatte, segnete Er sie und sagte: <em>\u201eSeid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde und machet sie euch untertan, und herrschet\u201c<\/em> (l. Mose 1:28)<\/p>\n<p>Wir finden in diesem Text drei Segnungen. Gottes erste Segnung: <em>\u201eSeid fruchtbar\u201c<\/em> bedeutet, dass jeder Einzelne K\u00f6rper und Geist vereinigen sollte, indem er sein Leben auf Gott ausrichtet. Durch die Erf\u00fcllung dieser Segnung wird jede Person ihrem Sch\u00f6pfer \u00e4hnlich. So wird der Mensch ein vollkommenes Einzelwesen und ein substantielles Objekt, an dem sich Gott erfreuen kann. In einem Referat, das die \u00f6stlichorthodoxen Theologen f\u00fcr die Nairobi-Versammlung des Weltkirchenrates vorbereitet hatten, erinnerten sie die Delegierten anderer Denominationen daran, dass das Ziel des Menschen und die Bedeutung der Erl\u00f6sung in der Doktrin gefunden werden kann, die \u201eTheosis\u201c genannt wird. Letztendlicher Zweck des Menschen sei es, die Einheit mit Gott zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Die zweite Segnung, die Vermehrung, wird erf\u00fcllt, wenn ein vervollkommneter Mann und eine vervollkommnete Frau sich vereinigen und Kinder hervorbringen. F\u00fcr die Vereinigungstheologie ist die Familie die fundamentale Einheit der Gesellschaft. Prim\u00e4re Aufgabe der Vorsehung ist daher, das Fundament der Familie zu errichten \u2013 mit Gott als Mittelpunkt. Diese Grundlage der vier Positionen Gott, Ehemann, Ehefrau und Kinder \u2013 spiegelt Gott in vollst\u00e4ndiger Weise wider als die individuelle Vollkommenheit und wird somit zum Objekt gr\u00f6\u00dferer Freude f\u00fcr Gott. Der Judaismus hat daher von den Zeiten des Alten Testamentes bis heute zu Recht die zentrale Stellung der Familie betont. Wegen Adams Fall war die erste Familie mehr auf Satan als auf Gott zentriert. Wiederherstellung bedeutet daher Neuaufbau des Familienlebens auf der Grundlage der Hingabe an Gott.<\/p>\n<p>Die dritte Segnung bezieht sich auf die Herrschaft des Menschen \u00fcber die gesamte Sch\u00f6pfung. Wenn der Mensch das Geben und Nehmen mit der Sch\u00f6pfung mit Gott als Mittelpunkt aufgenommen hat, gewinnt er die Herrschaft \u00fcber die Sch\u00f6pfung als ihr Herr. Da es heutzutage viele Proteste wegen der r\u00fccksichtslosen Ausbeutung der nat\u00fcrlichen Welt durch den Menschen gibt, muss betont werden, dass \u201eHerrschaft\u201c nur bedeuten kann, dass der Mensch alle Dinge mit Gottes Liebe und Macht regiert, so dass alle Dinge dem Menschen gegen\u00fcber ihre Sch\u00f6nheit und ihren Dienst entfalten k\u00f6nnen. Dadurch, dass er seine Liebe und sein sch\u00f6pferisches Talent an alle Dinge weitergibt, bef\u00e4higt diese kosmische Grundlage der vier Positionen den Menschen, das Abbild Gottes in einem ausgedehnteren Bereich zu manifestieren und Gott Freude zu bringen. Weil unsere Produktivit\u00e4t auf einer Ich-Du-Beziehung zwischen uns selbst und der Natur aufgebaut ist, freut sich Gott und der Mensch wird gl\u00fccklich. Darum sollte Arbeit etwas Fr\u00f6hliches und Heiliges sein \u201eeine heilige Berufung\u201c wie die Puritaner sagen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Gott des Herzens schuf den Menschen so, dass er die Freude des vollkommenen Gebens und Nehmens erfahren kann. Die Sch\u00f6pfung offenbart die Sehnsucht Gottes, geliebt zu werden. Aber der Mensch hat seinem Sch\u00f6pfer den R\u00fccken zugekehrt, er hat sich vor Gott versteckt, hat ihn zur\u00fcckgesto\u00dfen und ist aus seiner Anwesenheit geflohen. K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, was Gott da angetan wurde? Denken Sie an Sein Leid, Seine Traurigkeit, Seine Qual. Der Sch\u00f6pfer all dessen, was ist, ist zu einem Gott des gebrochenen Herzens geworden, wie Jesus in seinem ber\u00fchmten Gleichnis lehrte. Gott ist wie der Vater des verlorenen Sohnes. Gott sehnt sich danach, dass Sein geliebtes Kind nach Hause zur\u00fcckkommt. Tag f\u00fcr Tag wartet Er an der T\u00fcr und sucht am fernen Horizont in der Hoffnung, Sein Kind zur\u00fcckkommen zu sehen. Nacht f\u00fcr Nacht, ein Jahrhundert nach dem anderen ist schmerzende Einsamkeit und Leere im g\u00f6ttlichen Herzen, weil der verlorene Sohn in einem fernen Land ist.<\/p>\n<p>Die Vereinigungstheologie wagt es sogar, eine noch k\u00fchnere Analogie vorzuschlagen. Gott ist der Liebende und wir sind geschaffen, seine Geliebten zu sein. Die gro\u00dfen Schriftsteller und Dichter haben immer gesagt, dass es nichts Tieferes und Befriedigenderes gibt als die vollkommene Einheit eines Mannes und einer Frau, die Vertrautheit zweier Ehepartner. Wiederherstellung, Neusch\u00f6pfung oder Erl\u00f6sung bedeutet dann, dass Gott den Menschen umarmt und sich in der heiligen Ehe mit dem Menschen vereinigt. Bevor Gott und der Mensch nicht die h\u00f6chste Freude von Braut und Br\u00e4utigam erfahren, wird die letzte Erf\u00fcllung des ehelichen Gl\u00fcckes, wird das Ziel der Sch\u00f6pfung nicht verwirklicht sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vereinigungskirche.at\/jesus-und-christologie\/\">Weiter zum Kapitel VIII Jesus und Christologie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz der ererbten Neigung des Menschen zu s\u00fcndigen hat Gott ein Ziel der Sch\u00f6pfung und ist entschlossen, es zu verwirklichen. Um eines meiner fr\u00fcheren B\u00fccher zu zitieren: \u201eDas Wort wurde Mensch, ein sichtbares Ebenbild Gottes. 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