Der Gründer

 

Am 25. Februar 1920 wurde der Gründer der Vereinigungskirche, Sun Myung Moon, im Ort Chŏngju, in der Nördlichen P’yŏngan Provinz im heutigen Nordkorea, geboren. Seine Eltern waren Landwirte, die sich im Jahr 1930 dem presbyterianischen Christentum anschlossen. Am Ostersonntag des Jahres 1935 widerfuhr Sun Myung Moon ein geistiges Schlüsselerlebnis: Im Gebet versunken erschien ihm Jesus Christus, der ihn darum bat, seine unerfüllte Mission, die Errichtung eines Reiches Gottes auf Erden und im Himmel, zu vollenden. Von jenem Zeitpunkt an widmete sich Sun Myung Moon unter massiven Widrigkeiten – wie die intensive Verfolgung und Folter durch die japanischen Behörden während der Besatzungszeit, die Inhaftierung in einem Arbeitslager des kommunistischen Nordkoreas, der systematische Rufmord in den weltweiten Medien – Schritt für Schritt diesem Auftrag. Nach Ende des Koreakrieges gründete er am 1. Mai 1954 in Seoul die Heilig-Geist-Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums, die als Vereinigungskirche bekannt wurde.

 

Sun Myung Moon feierte mit Frau Hak Ja Han die Heilige Hochzeit am 11. April 1960, was den Auftakt zu den internationalen Ehesegnungen der Vereinigungskirche im Stil sog. „Massenhochzeiten“ darstellte. Aus dem Bemühen, die Vereinigung der Menschheit, d. h. den Weltfrieden auf allen gesellschaftlichen Ebenen, zu verwirklichen, rief er nach und nach zahlreiche Organisationen ins Leben, die in ihrer Gesamtheit als Vereinigungsbewegung bezeichnet werden.

 

Grundlegendes Merkmal seines Bestrebens ist das Anliegen, alle Bereiche des menschlichen Lebens durch die vertikale Beziehung zu Gott miteinander zu verbinden. Im Göttlichen Prinzip (die zentrale theologische Schrift der Vereinigungslehre) wird der Weg zur Verwirklichung von Frieden, Freiheit und Freude für Gott, Mensch und Schöpfung aufgezeigt. Auf dieser ideellen Grundlage engagieren sich die Mitglieder der Vereinigungsbewegung, um dieses letzte Ziel – das Reich Gottes auf Erden und im Himmel – zu erreichen. Die Vision von Rev. Moons Weltfriedensbewegung umfasst die Versöhnung innerhalb der Einzelperson und der Familie, sowie den Frieden unter den Völkern, den Nationen und den Religionen. Um den Egoismus und die Konflikthaftigkeit auf allen Ebenen des menschlichen Lebens zu beenden, bemühte sich Rev. Moon um Dialog und Zusammenarbeit durch zahlreiche Initiativen in den Bereichen Kultur, Philosophie, Sport, Politik, Medien und Wissenschaft. So gründete Rev. Moon interreligiöse Initiativen wie die Universal Peace Federation (UPF), Printmedien wie die Washington Times, sowie akademische Konferenzen wie die Professors World Peace Academy (PWPA) oder die Internationale Konferenz zur Einheit der Wissenschaften (ICUS). Schließlich soll die ursprüngliche Harmonie zwischen Schöpfer und Schöpfung, zwischen Mensch und Umwelt, zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen Geist und Körper wiederhergestellt werden.

 

Im Folgenden werden einige aus der vielen Organisationen und Projekten, die Rev. Sun Myung Moon gegründet oder inspiriert hat, als repräsentative Auswahl aufgelistet:

 

Friedensprojekte

 

Universal Peace Federation (UPF)

Familienförderation für Weltfrieden (FFWPU)

Frauenförderation für Weltfrieden (WFWP)

 

Religion

American Clergy Leadership Conference (ACLC)

Versammlung der Weltreligionen (AWR)

Jugend und Erziehung
Jugendförderation für Weltfrieden (YFWP)

International Educational Foundation (IEF)

Collegiate Association for the Research of the Principles (CARP)

Religious Youth Service (RYS)

SunMoon University, Korea

University of Bridgeport, USA

 

Politik

World Association of Non-Governmental Organizations (WANGO)

Summit Council for World Peace

CAUSE

 

Soziales

International Relief Friendship Federation (IRFF)

Religious Youth Service (RYS)

Medien
World Media Association (WMA)

Zeitung: Washington Times

Magazin: World and I

 

Wissenschaft

International Conference on the Unity of the Science (ICUS)

Professors World Peace Academy (PWPA)
Mit der Gründung der Familienföderation für Weltfrieden (FFWPU) sowie den großen internationalen Segnungen 1992, 1995, 1997 und 1998 demonstrierte Rev. Moon, dass er und seine Frau Hak Ja Han mit dem Herzen „Wahrer Eltern“ für die Menschheit leben wollen.

Seine Autobiographie [Link Autobio] „Mein Leben für den Weltfrieden“ vermittelt einen ersten Eindruck in die Erlebnisse, die sein Denken und Wirken prägten. In zahlreichen Ansprachen formuliert Rev. Moon eine grandiose Vision für die Menschheit, die in vielen Aspekten seiner Zeit weit voraus ist.  Rev. Moon war trotz seines weltlichen Wirkens nie ein säkularer Aktivist, sondern er schöpfte stets die Kraft seiner Vision aus seinen Gebeten, die eine tiefe und lebendige Beziehung zu Gott bezeugen.

Der Gründer der Vereinigungsbewegung verschied am 3. September 2012 in Ch’ŏngp‘yŏng, Südkorea, im Kreise seiner Familie. Hak Ja Han Moon führt seither sein Erbe fort und hat die Leitung der internationalen Bewegung inne. Gemeinsam hat das Ehepaar Moon 14 Kinder und über 40 Enkelkinder. Die zentrale Vision Sun Myung Moons – das Familienideal Gottes und eine Welt des Friedens – ist seither unverändert geblieben. Sie reflektiert sich im Leben und Engagement seiner Kinder und Enkelkinder, sowie der Mitglieder der Vereinigungsbewegung in über 180 Nationen der Welt.

 

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