Vereinigungskirche

Über das Herz

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Ansprache von Rev. Sun Myung Moon 30. März 1973, Belvedere, USA

Rohübersetzung von Johannes Stampf

Es ist wichtig für euch, über das Herz Bescheid zu wissen, damit ihr einander wirklich liebt. Deshalb möchte ich euch einiges über das Herz sagen. „Herz“ – das ist ein Wort, das man sehr schwer vom Koreanischen ins Englische übersetzen kann, Es hat eine tiefere Bedeutung als Herz: ein lebendes Herz, ein feinfühliges, empfindsames Herz, ein sorgendes Herz.

Das Herz ist die Quelle der Liebe. In Gott war ein Ideal, so wie wir ein Ideal in unseren Herzen haben. Gottes Ideal kann durch den Menschen verwirklicht werden. Was ist also beim Menschen das Instrument, durch das Gott sein Herz ausdrücken kann? Damit der Mensch das Herz Gottes verwirklichen kann, besteht er aus Mann und Frau. Ohne die Verbindung von Mann und Frau hat Gott keine Möglichkeit, Seine Liebe auszudrücken. Einheit ist der Maßstab eurer Liebe, der Freude in der Ehe. Wenn du einen Ehegatten hast oder irgendein Gegenüber, das ganz eins ist mit dir im Erstreben eines Zieles, dann entsteht Freude. Wenn du glücklich bist, so bist du da, als Subjekt, und jemand anderer als Objekt. Deine Freude wächst in direktem Verhältnis zu dem Grad der Liebe im Einssein miteinander. Der Kern der Liebe im wahrsten Sinne ist etwas, das gegenseitige Anziehung ausübt und wenn einmal zwei Menschen vereint sind, können sie niemals auseinandergehen. Der eine möchte den anderen nicht verlassen und nicht verlieren.

Liebe bedeutet also, in Einheit verbunden zu sein, innerlich und äußerlich. Wenn du diese Einheit nicht findest, kannst du auch keine Freude finden. Wenn du mit einem Menschen eins bist, willst du nicht von ihm getrennt werden, und du möchtest mit ihm für alle Ewigkeit beisammen sein, und du wirst dieses Menschen nicht überdrüssig werden. Was kommt zuerst, Einheit oder Liebe? Du kannst dich selbst lieben. Wenn dein Geist und dein Körper eine Einheit darstellen, wird deine Liebe ewig sein und von Gott geschützt werden. Einheit ist der Anfangpunkt der Liebe. Die Liebe kann dann dorthin kommen. Das ist das Ideal Gottes. Aber solange Gott nicht jemanden finden kann, dessen Standpunkt mit seinem Ideal übereinstimmt, kann er nicht glücklich sein.

Er kann diese Person nicht lieben. Versteht ihr das? (ja!) Da dieses Prinzip der Kern aller Dinge ist, verlangen wir in unserer Bewegung vor allem anderen zuerst die Einheit. Und dann sprechen wir über Herz und Liebe. Nur so kann unser Ideal verwirklicht werden. Bevor das Ideal verwirklicht werden kann, muß die Einheit da sein und dann die Liebe.

Am Anfang als Gott den Menschen erschuf, hatte er ein Ideal. Der Logos kam zum Ausdruck in einem männlichen Wesen und einem weiblichen Wesen, und in ihrer Einheit sollten beide die Freude der Liebe Gottes erleben. Noch einmal: da ist das Ideal Gottes, dann muß die Einheit entstehen, und dann wird auch die Liebe da sein. Wenn du deine Augen gebrauchst, so konzentrieren sich beide Augen auf ein Ding; in diesem Falle kannst du richtig sehen. Ebenso ist es, wenn irgendein Subjekt und ein Objekt in Liebe vereinigt sind, dann kann die Liebe richtig ausgedrückt werden. Oder betrachten wir z.B. die Nase: wenn deine beiden Nasenlöcher gleichmäßig arbeiten und vereint sind in ihrem Bemühen, die Dinge zu riechen, dann kommt ebenfalls die Einheit zum Ausdruck, und wenn du auf diese Wiese etwas riechst, zeigt sich die Liebe Gottes. Oder was den Gebrauch deines Mundes betrifft: wenn er krumm und verwachsen ist, kann er nicht richtig funktionieren. Und wenn du zwei Ohren hast, ein Ohr aber nicht in Ordnung ist, kannst du nicht erwarten, richtig zu hören. Einheit und Harmonie müssen entstehen, dann kann die Freude oder die Liebe kommen.

Wenn du mit deinen Brüdern und Schwestern streitest, kann Gott in der Elternposition keinen lieben. Sobald du eigene Kinder hast, wirst du das wissen. Wenn du verantwortlich bist für eine Gruppe, und die einzelnen streiten miteinander, würdest du sie lieben? Wo Harmonie ist, ist Schönheit und dorthin, wo die Schönheit ist, kann die Liebe kommen. In Matth. 5, in der Bergpredigt, heißt es: „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden!“ Söhne Gottes zu sein, bedeutet, von Gott geliebt zu werden. Wenn zwei Finger etwas nehmen wollen, müssen sie zusammenkommen, sich bei den Fingerspitzen treffen. Wenn zwei Menschen einander lieben, möchten sie sich umarmen, nicht einander den Rücken zukehren.

Wenn zwei Hände vereint sind, so berühren sich die tiefsten Punkte und gehen in gewisser Weise ineinander über. Vereint zu sein ist der Ausdruck von Liebe, und wenn ihr einander liebt, möchtet ihr einander nicht fortlassen. Ohne Liebe mag vielleicht Ähnliches vorkommen, aber dann könnt ihr getrennt werden.

Doch wenn die Liebe da ist, wird euch die magnetische Kraft der Liebe zueinander ziehen, und ihr könnt niemals getrennt werden. Die Einheit bedeutet die Vollendung des Zweckes. Das ist auch so zwischen Nationen. Wenn zwei Nationen vereinigt sind, wird die Liebe Gottes anwesend sein, und sie werden gesegnet sein mit Glück und Erfolg. Es gibt auch ein orientalisches Sprichwort, das besagt, daß alles getan werden kann, wenn es Harmonie in der Familie gibt. Wo Einheit und Harmonie sind, ist die Liebe Gottes und die Verwirklichung des Ideals. In der idealen Welt müssen Mann und Frau eins sein. Unter den Kindern müssen A und B eins sein, C und D, usw., und alle zusammen sind dann in Harmonie, wie ein Sinfonieorchester oder ein wunderschönes Gemälde. Wenn die Liebe da ist, kann sie keine andere Kraft auseinander reißen. Wir können also zu dem Schluß kommen, daß ihr eins sein müßt, wenn ihr die Liebe Gottes empfangen wollt. Wenn ihr das erreicht lebt ihr bereits im Reich Gottes auf Erden. Von da erreicht ihr den geraden Weg zu Gott. Wenn man den Menschen die Frage stellt, ob sie die Liebe Gottes erhalten wollen, werden sie diese Frage bejahen. Wenn du wirklich die Liebe Gottes möchtest, was sollst du tun? Was müßte in dir als Einzelperson vereinigt werden? Dein Geist und dein Körper. Das ist das Grundlegende. Zuerst mußt du in dir Geist und Körper vereinigen, dann wird die Liebe Gottes in dir sein. Damit kannst du dann weitergehen und eins werden mit anderen Menschen, und die Liebe Gottes, die mit dir ist, wird tiefer und breiter werden. Hast du jemals erlebt, daß dein Geist und dein Körper völlig eins waren? Hast du das für möglich gehalten? Im wahrsten Sinne? Du versuchst es. Du strengst Dich sehr an, aber dein Geist und dein Körper sind manchmal sehr weit weg voneinander, dann kommen sie näher zusammen, dann sind sie wieder getrennt, und das geht so im Zickzack die ganze Zeit. Ein koreanisches Sprichwort sagt, daß unser Geist vom Morgen bis zum Abend ständig schwankt. Die Berge ändern sich nicht so, aber das menschliche Gemüt verändert sich immer. Also bevor du verlangst, geliebt zu werden, sollst du versuchen, die Einheit in dir selbst zu erreichen. In dieser Welt ist es so, daß jedervon den anderen geliebt werden möchte, ohne zu versuchen, mit ihnen eins zu werden und ihre Herzen zu verstehen. Auf diese Weise kann man die vollkommene Liebe niemals kennenlernen oder empfangen.

Was müssen wir also zuerst tun? Ganz richtig, Geist und Körper vereinen. Wenn du in dir die Einheit von Geist und Körper erreicht hast, hast du nichts zu tun mit Satan. Wir haben in diesem Zusammenhang gelernt, wenn du deinen Geist und deinen Körper in einer Einheit verbindest, wer soll der Mittelpunkt sein? Gott! Wenn dein Geist und dein Körper als eine Einheit verbunden sind, ähnelt diese Einheit in der Vollendung Gott, daher wird Gott dann die Rolle des Subjektes dir gegenüber einnehmen, als einem vollkommenen Objekt. Versuche das zu fühlen. Du mußt fähig sein zu empfinden, daß die Liebe Gottes tatsächlich mit dir ist, wenn Geist und Körper miteinander in Harmonie sind. Wenn dein Geist und Körper miteinander streiten, entzweit und getrennt sind, dann spürst du, daß dich die Liebe Gottes verläßt. Du befindest dich in einem Dreiecksverhältnis mit Gott. Wenn die Einheit da ist, kommt Gott ganz nahe. Wenn Geist und Körper weiter weg sind voneinander, ist Gott auch weit weg. Wenn eine noch größere Trennung zwischen Geist und Körper da ist, ist Gott sehr weit oben in diesem Dreiecksverhältnis.

Wenn du einen Menschen lieben kannst, wird die Liebe Gottes da sein im Verhältnis zur Tiefe und Größe deiner Liebe. Wenn du viele Menschen auf diese Weise lieben kannst, kommt die Liebe Gottes im Verhältnis zu dieser Liebe. Diejenigen, die in einer Abelposition stehen, müssen imstande sein, Kain zu unterwerfen, aber nicht in der Weise, daß sie ihn erobern und dann ihr Herr werden, sondern dadurch, daß sie ihn lieben und ihn aufwärmen in einer größeren Harmonie, in der Einheit. Abel möchte mehr Einheit, die Einheit ist das erste. Und wenn du einmal jemanden liebst, dann möchtest du ihn selbst dann lieben, wenn du dafür dein Leben aufs Spiel setzen müßtest. Dann kannst du sogar die Hölle überwinden. Es wird dann keine Hölle mehr geben. Wenn keine Einheit da ist, wenn es Disharmonie gibt, ist die Hölle immer da, in deinem Geist. Wenn in der gefallenen Welt gläubige Menschen Gott Opfer darbrachten, teilten sie diese Opfer in zwei Teile. Das bedeutet, die eine Hälfte gehört Gott, die andere Satan. Durch die Handlung der Teilung wird das Opfer annehmbar. Und dann, wenn Gott beide Hälften annehmen kann, ist die Einheit da und die Liebe Gottes. Wenn du jemanden liebst, wirst du feststellen, daß diese Person dir gegenüber eine aufopfernde Haltung einnimmt. Wenn du einen Menschen liebst, ist bereits die Einheit da zwischen dir und jenem Menschen. Wir möchten mit jemandem eins sein, und dann kommt die Liebe Gottes dorthin, daher ist der Zweck des Einswerdens mit anderen, die Liebe Gottes zu empfangen. Dann wird das Ideal Gottes verwirklicht werden. Versteht ihr das? (Ja!)

Dieselbe Theorie kann auf der Familienebene angewendet werden. Und wäre die Einheit da zwischen den Nationen, zwischen den Menschen der Welt, dann würde sicher die Liebe Gottes kommen und diese Einheit widerspiegeln. Ja, ich muß das noch einmal sagen: Es muß die Einheit da sein, dann wird die Liebe Gottes entstehen, und dann wird das Ideal Gottes verwirklicht werden. Das betrifft nicht nur die Beziehung unter den Menschen, sondern das gleiche bezieht sich auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Die Natur zu lieben bedeutet, mit ihr eins zu werden. Du mußt die Nähe zur Natur spüren. Ich sagte, wenn Geist und Körper eins sind, wird die Liebe Gottes dadurch widergespiegelt, und wenn du die Liebe Gottes widerspiegelst wird die Natur zu dir hingezogen. Das ist der Anfangspunkt von allem. Stell dir vor, du möchtest etwas in dein Notizbuch schreiben. In diesem Augenblick bist du nahe bei dem Notizbuch, ihr seid einander nahe und eins. Falls du dieses Notizbuch liebst, und deine ganze Energie und dein ganzes Herz hineingießt, dann wird das Werk und die Schrift dieser Haltung entsprechen. Davon mußt du überzeugt sein. Bevor du irgendetwas tust, mußt du die betreffende Sache betrachten und sicher sein, daß du eins bist mit ihr, oder mit ihrem Zweck. Dann beginnst du in Einheit und Harmonie zu handeln, und während die Idee konkrete Form annimmt, wird die Liebe zu der Arbeit, die du tust, verwirklicht. Dasselbe trifft auch zu für das Betrachten von Dingen: du möchtest die Dinge nicht nur oberflächlich ansehen und nicht bloß mit dem Blick, mit den Augen einfangen. Wenn du die Blicke deiner Augen gebrauchst, um dich auf etwas echt zu konzentrieren, dann kannst du gewissermaßen durch dieses Ding hin durchdringen, es wird dein sein du bist in den Dingen, und sie sind in dir, in völliger Einheit. Wenn dein Blick einmal auf einen Punkt konzentriert ist, dann geht es von dort aus weiter, und der Gesichtskreis wird größer, wenn beide Augen auf einen Punkt gerichtet sind, dann entsteht etwas Bleibendes. Und wir können dann statt der zweidimensionalen die dreidimensionale Welt wahrnehmen. Das ist sehr logisch.

Wenn eure beiden Hände zusammenkommen und einander fest drücken, dann wird gleichsam etwas herausgepreßt. Es ist, als würde Schöpferkraft herauskommen. Und wenn du hergehst, eine andere Person triffst und eins wirst mit ihr, so entsteht von da an Schöpferkraft. In diesem Falle bist du nicht auf dich allein gestellt, auch wenn du alleine bist. Gehe immer aus von dieser Grundlage: Gott ist da, zusammen mit deinem Geist und mit deinem Körper. Diese drei sind eins. Dein Geist weiß, fühlt und empfindet, daß du nicht allein bist, daß du nicht einsam bist. Auch dein Körper fühlt das. Dein Geist weiß es, und dein Körper weiß es. Natürlich weiß es auch Gott. Wenn das so ist, kannst du dann unehrlich sein? Kannst du Lügen erzählen, wenn du erkennst, daß Gott immer da ist?

Das ist das ganze Wesen des Gewissens, das dich ansieht, dich beobachtet. Wenn dein Geist lügt, wenn dein Geist deinen Körper betrügt, oder wenn dein Körper deinen Geist betrügt, dann bedeutet dies, daß du Gott betrügst, die ganze Schöpfung, deine Eltern und Geschwister.

Dein Geist und dein Körper sind der Kern der Sache, d.h. wenn diese beiden verbunden sind zu einer starken Einheit, dann kannst du eins werden mit Gott, mit deinen Eltern, deinen Geschwistern, deiner ganzen Familie, eins mit deinem Stamm, deiner Nation, und eins mit der ganzen Welt. Wenn du ehrlich bist, möchtest du mit dem anderen eins werden und deinen Geist und Körper vereinigen. Wenn du unehrlich bist, so bedeutet das, daß du dich selbst abtrennst, und du bist damit dem Verfall preisgegeben. Diese Formel muß tief in eurem Geist verwurzelt sein. Ob ihr schlaft oder wacht, ob ihr eßt oder studiert oder nicht studiert, ihr sollt immer an dieses Rezept denken, und dann werdet ihr bereits die Liebe Gottes empfangen.

Um Unglück überwinden zu können, müßt ihr imstande sein, eine Einheit herbeizuführen. Das ist die Strategie Gottes, um das menschliche Herz zu gewinnen. Damit du das Herz von jemandem gewinnen kannst, mußt du das gleiche anwenden. Wenn sich dein Geist und dein Körper in völliger Einheit befinden, dann kannst du sogar deinen Geist singen hören, und du fühlst dich so leicht, als möchtest du herumfliegen und tanzen. Wenn du dann mit einem solchen Geist die ganze Welt betrachtest, ist sie um soviel schöner. Es ist, als hättest du Vereinigungsbrillen aufgesetzt. Du siehst die Dinge mit den Augen Gottes, mit gutem Sehvermögen. Durch solche Brillen gesehen ist alles in der Welt schön, und es gibt nichts Häßliches. Wenn unser Wahrer Vater wirklich der Sohn Gottes ist, dann ist das, was wir von ihm erhalten, so wertvoll, daß wir es um keinen Preis hergeben möchten. Nehmen wir an, der Sohn Gottes gibt dir ein Taschentuch. Dieses Taschentuch ist mehr wert als Gold, mehr als das Leben, mehr als irgendetwas anderes in der satanischen Welt. Wenn du ein wirklicher Sohn Gottes bist, dann ist jeder noch so bescheidene Platz, an dem du dich zur Ruhe legst, ein Thron oder ein Palast. Stimmt das? Dann ist es kein Problem mehr, was wir anziehen oder wo wir uns zum Schlafen hinlegen, dann sind wir bereits reich, wir sind die Prinzen und Prinzessinnen Gottes. Diese Haltung muß in uns erzeugt werden. Wir werden keinen Hunger oder Durst fühlen, keine Schwierigkeiten, keine Verfolgung oder sonst irgendetwas, was in den Augen der Welt als hart gilt. Auf unserem Weg gibt es Glück, Freude und Liebe. Wenn sich die Liebe Gottes in dir widerspiegelt, dann willst du jeden Winkel der Welt erreichen, denn der Geist Gottes möchte das.

Wenn du diese Haltung einnehmen kannst, werden die Menschen um dich herum zu dir hingezogen werden wie Eisenfeilspäne zu einem Magneten. Wenn du beim Ansprechen an der Front stehst und nicht imstande bist Leute zu bringen, so ist es nicht deshalb, weil Gott nicht da ist oder die Menschen so schlecht sind, sondern es liegt daran, daß du selbst noch ohne Liebe bist. In diesem Falle bist du kein Subjekt, das imstande ist, sich mit dem Objekt zu vereinigen. Wenn du mit jemandem eins bist, ist auch schon die Liebe da, es ist, als käme Luft in ein Vakuum. Wenn dein Geist und dein Körper wirklich eins sind, fühlst du die Liebe Gottes wie eine elektrische Strömung. Dann kannst du Mühseligkeit, Härten, Leiden und Strapazen vergessen. Du kannst das ausprobieren, und es wird sich als richtig erweisen. Wenn du einen Vortrag halten willst vor einer Versammlung, dann möchtest du, daß Gott durch dich spricht, also muß dein Geist eins sein mit deinem Körper, sonst kann Gott nicht mit dir sein.

Und bevor du zu den Menschen sprichst, mußt du Reue empfinden, falls Körper und Geist getrennt sind. Bete vor Gott in Reue und vergieße Tränen dabei, und in tiefem Gebet mußt du Gott um Vergebung bitten, und dann kannst du zu sprechen beginnen. In diesem Falle kannst du Sprecher Gottes sein. Gott kann dann durch dich sprechen. Der erste Schritt ist, daß dein Geist eins wird mit Gott, und dann wird dein Geist eins werden mit deinem Körper. In diesem Falle kann Gott durch dich arbeiten. Geh und versuche das, und es wird sich als wahr erweisen. Also, du mußt zuerst die Einheit haben, denn ohne Einheit gibt es keine Liebe. Einheit zuerst, dann Liebe, dann das Ideal Gottes. Du mußt mit Gott denken, mit Gott sprechen, mit Gott die Dinge überblicken. Die Basis dieser drei Elemente – Einheit, Liebe und Ideal – ist das Herz. Herz ist der tiefste Ausdruck des Geistes. Vom Herzen ausgehend, werden Einheit, Liebe und das Ideal verwirklicht. Uns wird gesagt, daß alles in Gott seinen Ursprung hat. Das Innerste von uns ist das Herz, alles beginnt von da aus. Da unser Herz das Innerste ist, ist Gott das Objekt. Aber in bezug auf die Liebe Gottes ist unser Herz in der Objektposition. Wenn das Herz und Gott zusammenkommen, lieben sie einander. Wir müssen wissen, daß das Grundlegende unser Herz ist, unser unendliches Herz. Die Schöpfung entstand aus dem Herzen Gottes aus einem Herzen voll Liebe. Wenn diese drei verwirklicht sind, also Einheit, Liebe und Ideal, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen diesen dreien: Einheit ist Liebe, Liebe ist Einheit, Ideal ist Einheit, Ideal ist Liebe. Warum sind diese drei letzten Endes eins? Einheit kann zuerst auf der horizontalen Ebene entstehen. Zwei Elemente sind eins, und dann kann die Liebe Gottes dorthin kommen, und wir haben eine vertikale Beziehung. Dann wird die Liebe Gottes diese drei leiten, und die drei bilden einen Kreis oder eine Kugel und umkreisen einander. Dann kann das Ideal entstehen.

Um das noch einmal zu wiederholen: zuerst muß zwischen den beiden Teilen die Einheit auf horizontaler Ebene da sein, dann kann Gott damit eins werden, und man kann dann sowohl eine horizontale als auch eine vertikale Beziehung haben, und diese drei werden verbunden durch die vollkommene Liebe. Und mit drei anderen in vollkommener Liebe wird die Form einer sich drehenden Kugel gebildet, und es wird die ideale Harmonie in alle Ewigkeit geben. Wenn du tanzt, rundherum, so machst du keinen Unterschied zwischen deinem Platz und dem deines Partners. Es gibt da keinen Unterschied zwischen euch – du kannst auf seinem Platz stehen und er auf deinem. Es gibt dann keine Unterscheidung zwischen den Positionen. Man kann davon nichts auslassen. Da ist also Einheit. Liebe und Ideal. Ist das alles klar? Das Wissen allein kann nichts ausrichten. Wenn du das wirklich weißt, setze es in die Praxis um. Nehmen wir an, du stehst auf dieser Ebene. Missionieren bedeutet, die Menschen auf deine Ebene zu heben und ihm oder ihr zu helfen, mit Gott eins zu werden. Dann gehört diese Person dir. Du bist dann der Eigentümer dieser Seele, und du kannst sie an Gott zurückgeben. Eigentum im wahren Sinn kann nur so erworben werden. Bei Gott ist das auch so: wenn du nicht eins wirst mit ihm, kann er dich nicht besitzen. Du sagst zu Gott: „Das ist mein.“ In diesem Falle mußt du dieses Ding lieben und dein Ideal dadurch verwirklichen. Wenn diese drei Elemente in dir verwirklicht sind, kannst du nichts anderes sein als Bürger des Reiches Gottes. Ist Euch das klar?

Derartige Dinge könnt ihr niemals aus Vorträgen über die Göttlichen Prinzipien lernen. Die Göttlichen Prinzipien sind ganz tief, und wenn ihr sie im täglichen Leben anwendet, wird euer geistiger Standard mehr und mehr gehoben werden. Ihr müßt ununterbrochen denken an Einheit, Einheit, Einheit. Riecht Einheit, eßt Einheit, seht und hört Einheit. Alles muß zuerst als Einheit da sein, dann kommen Liebe und Harmonie und dann das Ideal.

 

 

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