Vereinigungskirche

Geschichten rund um Peter Koch

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Erinnerungen von Gertrud Koch
Bratislava, 20. Juli 2005

Anläßlich des 40jährigen Jubiläums der Mission in Europa hat Gertrud Koch, die Ehefrau des ersten Missionars der Vereinigungsbewegung in Europa, am Sonntag, 20. Juli 2005 im Rahmen des Gottesdienstes in Bratislava ihre Erinnerungen von ihrem Mann erzählt.

Rev. Peter Koch  ist am 11. Juni 1963 in Rotterdamm mit dem Schiff angekommen. Er fuhr dann zu seiner Mutter nach Münster; dort hat er das Buch „Einführung in die Göttlichen Prinzipien“ von Young Oon Kim übersetzt. Seine Mutter akzeptiert bald diese Offenbarungen. Als das Buch fertig war und gedruckt wurde, beschloß Peter eine Grundlage für den Missionsbeginn in Deutschland zu legen und ging nach Heidelberg.

Als der Wahre Vater im Jahre 1965 nach Europa kam, ist er in West Berlin mit dem Flugzeug gelandet: Mit dabei waren Mrs. Choi, Young Oon Kim und Mr. Choi. Peter  und seine geistige Mutter Ursula Schuhmann haben sie am Flughafen abgeholt. Danach wurde der 1. Holy Ground in Berlin errichtet. Von dort flog die Gruppe  nach Frankfurt.  Der Wahre Vater hat danach Holy Grounds in Frankfurt und in Essen errichtet. Von dort aus sind sie mit dem VW Bus –  Peter und Paul Werner waren die  Fahrer – in drei Wochen durch Europa und errichteten überall Holy Grounds. In Rom hat sich Vater von Peter und Werner verabschiedet. Gertrud Koch: „Damals fühlte Peter sehr stark, daß ihn nun  sein richtiger Vater verlassen will – so tief war in den drei Wochen ihre Beziehung geworden. Danach hat es immer wieder solche Momente gegeben.“

Beim internationalen Tournament in Gloucester im Jahre 1980 war auch Peter mit drei österreichischen Leitern mit dabei. Sie standen jeden Tag sehr früh auf. Einmal stand Peter stand auf dem Gelände. Da kam Vater vorbei und hat ihm sehr heftig in seinen großen Bauch geboxt:“Was kannst denn Du schon erreichen?“ Peter:“Na,  das werden wir schon sehen!“ Peter nahm das als Herausforderung, nicht als Beleidigung an und begann ganz fest zu beten. Nach dem Tournament sagte er einmal:“ Fischen ist zwei Drittel Gebet und ein Drittel Köderfische schneiden.“ Zu Gott hatte er immer eine ganz natürliche Beziehung, so sagte er beim Hinausfahren: „Na, lieber Vater, heute ist so ein schöner Tag. Wir fahren jetzt hinaus –  wie wäre es denn, wenn wir heute einen Fisch fangen würden?“ An den Tagen vorher waren Peter und sein Team immer glücklos geblieben. Und siehe da, an diesem letzten Tag  fing er tatsächlich einen Fisch— und noch dazu den schwersten vom ganzen Tournament!  Danach konnte Peter fühlen, wie der Wahre Vater sich mit ihm mitfreute, als er ihm den ersten Preis überreichte.

Peter Koch, erster deutscher Missionar, wurde am 30. März 1927 in Magdeburg geboren.  Seine Seung Hwa-Zeremonie fand am 19. Juni 1984 statt.

Peter hat kein schriftliches Zeugnis hinterlassen, aber es gibt eine Tonbandaufnahme von einem Gespräch mit Geschwistern in England, im April 1979, bei dem er über sein Leben erzählt.  Wir können ihn daher selber ein bisschen zu Wort kommen lassen.

Über seine Familienverhältnisse sagte er, “Ich komme aus einer durchschnittlichen, christlichen Familie.  Dass heißt wir gingen regelmäßig zur Kirche. Zweimal im Jahr.  Zu Weihnachten und vielleicht zu Ostern.  Meine Eltern glaubten nicht wirklich an die Geistige Welt oder an ein Leben nach dem Tod. Obgleich meine Familie nicht wirklich christlich war, so denke ich doch, dass wir ein ziemlich christliches Leben führten. Meine Eltern lebten ein sehr reines, moralisches Leben. Durch dies denke ich, legten sie ein gutes Fundament für ihre Kinder.“

Sein erstes Erlebnis mit Gott hatte Peter in 2.ten Weltkrieg.  Peter musste im Alter von 15 Jahren der Wehrmacht beitreten, und fand sich bald an der Ostfront in Polen.

„Unser Battalion  war bis auf 25 Mann zusammengeschossen. Wir waren ohne Panzerbrechende Waffen in Schützenlöchern verschanzt. Es war ungefähr 10 Uhr am Morgen.  Vor uns rückten Russische Panzer vor, und hinter uns war ein offenes Feld von ca. 3 km. Ich rechnete mir aus, dass ich noch etwa 2-3 Stunden zu leben hatte. Das Schützenloch bot keinen Schutz denn die feindlichen Panzer fuhren einfach über Löcher, drehten sich im Stand und erdrückten alles unter ihnen.  Eine Flucht über das Feld war auch ausgeschlossen, denn ohne Deckung war man den feindlichen Kugeln ausgeliefert. Es gab eigentlich keinen Ausweg. In dieser Situation betete ich zu Gott : Wenn  du mich hier herausholst, dann werde ich wirklich an dich glauben. Nun, er holte mich heraus. Wir entkamen über die Ebene, obwohl einige Kameraden noch getötet wurden. In der nächsten Woche wurde mein Leben wenigstens noch 1 oder 2 mal  mehr auf wunderbarste Weise gerettet.“

„Später habe ich mein Versprechen natürlich komplett vergessen. Das ist gewöhnlich so. Das Leben ging weiter. Da waren aber Fälle in meinem Leben, die damals keinen Sinn für mich machten. Später aber, als ich die G.P. kennenlernte, erkannte ich, dass dies Dinge waren, die mich auf die Prinzipien vorbereiteten. Entweder lernte ich etwas oder es waren Prüfungen die ich zu bestehen hatte und bestand.“

1957 wanderte Peter nach Amerika aus. Zunächst arbeitete er 2 Jahre bei einem Makler an der Wall Street um Geld für sein Studium zu verdienen. Nach seinem Wechsel nach Kalifornien, und während seines Studiums, besuchte er viele geistige Kirchen in San Francisco. In erster Linie suchte er nach einer Antwort über das Schicksal seines Vaters, dessen Battalion an der Ostfont verschwunden war, und der ohne jegliche Nachricht vom Krieg nicht zurückkehrte.  In dieser Zeit fand er, trotz anfänglicher Skepsis, einen tiefen Glauben an ein Leben nach dem Tod, und an die Geistige Welt.

Peter lernte die Göttlichen Prinzipien in San Francisco, in den Vereinigten Staaten, unter Dr. Y. O. Kim kennen, und trat am 30. Jan 1962 dort der Bewegung bei. Er befand sich im Studium des Technischen Bauwesens an der Berkeley Universität.

„Ursula Schuhmann lernte ich auf einer Geburtstagsparty kennen. Sie erzählte von einer Gruppe, geleitet von einer koreanischen Theologie Professorin, wo sie lehren, dass Jesus nicht gekreuzigt werden sollte, eigentlich hätte er heiraten sollen, und dass jetzt wieder die Zeit gekommen ist, wo der Messias erscheinen soll, und er ist eigentlich schon da, usw., usw. Alles in einer Stunde. Die Anwesenden lachten, aber ich dachte, was ist, wenn es stimmt! Es ist von solch großer Bedeutung, dass ich es nicht einfach beiseite schieben kann.“

„Am 27. Januar 1962, 10 Uhr, war ich in der Cole Street beim Zenter und klopfte an die Tür. Ich wollte Dr. Y.O. Kim treffen. Da sie gerade einkaufen war, kümmerte sich Doris Walder (später Orme) um mich. ‚Warum hörst du dir in der Zwischenzeit nicht etwas an?’, sagte sie. Wir gingen in ein kleines Zimmer. Das Mobiliar war Moonie style.  Zwei Stühle. Auf einen Stuhl setzte ich mich, auf den anderen stellte sie ein Tonbandgerät, das 2 Stunden lief. Dann schloss sie die Tür und tat etwas anderes. Ich wurde allein gelassen mit einer konzentrierten Lektion der Göttlichen Prinzipien. Als das Tape endete, öffnete Dr. Kim die Tür und kam herein. Sie schaute mich an und sagte auf das Tonbandgerät zeigend: ‚hmm, was denkst du darüber?’ Meine Antwort: ‚Ich bin konzentriertes studieren in Berkeley gewohnt aber dies ist zu viel, um es in 2 Stunden zu verarbeiten. Ich muss zurückkommen und es mir im Detail anschauen. Morgen werde ich wiederkommen.’ Dr. Kim hätte mich gern dort behalten, doch ich hatte andere Termine. Später erzählte Dr. Kim den Mitgliedern, ‚ich glaube nicht, dass er zurückkommt.’ Natürlich kam ich zurück, nach 3 Tagen. Es war der 30. Januar 1962, meinem geistigen Geburtstag. Wenn mich Leute fragen wie alt ich bin, dann sage ich 17 Jahre. Diese Prinzipien haben wirklich mein Leben verändert!“

Ein Jahr vor Beendigung seines Studiums fühlte er den Ruf Gottes, nach Deutschland zurückzukehren, dort den Menschen die frohe Botschaft vom Messias zu bringen. Nach Absprache mit Dr. Kim verließ er die Universität und fand Arbeit um sich geistig und finanziell vorzubereiten.

Am 11. Juni 1963 landete Peter Koch mit dem Schiff in Rotterdam, Holland. Für ihn war dies der Beginn seiner Mission in Deutschland. Sofort begann er mit seiner geistigen Mutter, Ursula Schumann, die Prinzipien ins Deutsche zu übersetzten. Als Vorlage diente die erste amerikanische Ausgabe, geschrieben von Dr. Kim.

Als Grundlage für den Erfolg seiner Arbeit in  Deutschland machte er einen Marsch von Münster nach Heidelberg (06. bis 26. Okt. 1963, 360 km), wo er seine öffentliche Mission beginnen wollte.

„Heidelberg ist keine besondere Stadt, aber ich dachte, warum soll ich nicht dort anfangen. In einen Rucksack packte ich meine Sachen und sagte meiner Mutter, die bis zu einem bestimmten Grad die G.P. verstanden hatte: ich gehe in eine Stadt, aber jetzt kann ich dir noch nicht sagen welche. Wenn ich dort bin, werde ich schreiben. Einen anderen Punkt musste ich ihr erklären. Ich sagte: ich werde keinen Zug nehmen. Das war für sie nicht überraschend, denn sie war gewohnt, dass ich eigentümlich Dinge tat. Gut dann wollte ich zu der Stadt gehen. Es stellt sich heraus es würden 3×120 km sein. Ich sagte mir , das werde ich in 12 Tagen schaffen. Um gut ausgerüstet zu sein, nahm ich amerikanische Armeestiefel, meinen Rucksack, einen Regenmantel und es ging schon los.

„Aber da war etwas nicht in Ordnung mit den Schuhen.“

„Hinten im Schuh ist ein Stück Leder unter der Ferse, das Leder löste sich und überschnitt sich ein bisschen. Zu der Zeit, als ich die Stadt Münster verließ, wo ich startete, hatte ich schon Blasen dieser Groesse. Mein erstes Ziel war Hamm, genau 40 km. Am Abend um 6 Uhr war ich dort, mehr tot als lebendig. Alle Glocken läuteten. Ich dachte: welch eine Bedeutung! Dann schaute ich mich nach einem Platz zum schlafen um. Ich wollte nur schlafen. Am nächsten Morgen, war mein Gedanke, werde ich mit einem Taxi zum Bahnhof fahren und den nächsten Zug heim nehmen, denn den Marsch würde ich niemals schaffen. In der Nacht kam True Father zu mir. Er sagte: Ha, was ist das? Du denkst es geht dir schlecht, du denkst es tut weh? Das ist gar nichts! Du solltest wissen was ich durchgemacht habe. Geh weiter, geh weiter! – So keine Wahl, ich musste weitergehen. So ging ich weiter. Am nächsten Morgen konnte ich mich nicht bewegen, ich hatte solche Schmerzen. Wisst ihr was eine Blase ist? Zwischen Fleisch und Haut ist Wasser und jedes Mal wenn du auftrittst wird die Blase größer. (Ich kürze hier die Beschreibung). Es entwickelte sich so, dass Peter etwa am 3. Tag nur 13 km gehen konnte. Er kaufte Schmerztabletten, Verbandszeug, aber alles half nicht. Das Wasser ging bis über die Knöchel und darunter blutete es.“

„Junge, das war wirklich schwierig! Nach etwa 14 Tagen kam eine Stimme zu mir mit der Botschaft: Wenn du es in 21 Tagen schaffst ist es OK. Welch eine Erleichterung! Ihr wisst , ich ging durch viele Dinge, aber dies war wirklich das Schlimmste was ich je erlebte. Einmal fastete ich 40 Tage, aber das war nichts im Vergleich mit dem 21 Tage Marsch nach Heidelberg.“

„Ich ging einfach immer weiter. Morgens nahm ich ein normales Frühstück, 2 Brötchen, Butter, Marmelade und eine Tasse Kaffee. Einmal auf der Strasse, durfte ich nicht einhalten,, sonst wäre es nicht weitergegangen . Abends war ich einfach zu müde zum Essen. Eines Morgens wachte ich mit ganz geschwollenen Knien auf. Vielleicht kommt schlechtes Wetter, mach dich besser schnell auf den Weg und laufe einige Kilometer, dann kannst du es später etwas leichter haben. Es kam Regen. Der Regen machte mir eigentlich nichts aus, denn ich hatte je meinen Regenmantel, aber jedes Auto, das mich überholte, spritzte mich mit schmutzigem Wasser voll. Dreimal hielten Autos an, um mich mitzunehmen, doch das konnte ich nicht annehmen. – Wie schön wäre es einen Stock zum Abstützen zu haben, dachte ich so bei mit. Ich machte 3 weitere Schritte und vor mir lag ein wunderschöner Stock. Danke Vater! Abends fand ich einen Platz zum Schlafen und wo andere ihr Auto parkten, parkte ich meinen Stock.“

„Als ich Heidelberg erreichte, läuteten wiederum die Glocken. Das war ein netter Empfang. In der Nacht kam es zu einem absoluten Wetterwechsel. Ich hätte auf. eisigen, glatten Strassen weitergehen müssen. Gerade geschafft; danke himmlischer Vater!“

Nach kurzer Zeit in Heidelberg änderte er seinen Plan und siedelte nach Frankfurt am Main um. Sein erstes Zimmer fand er in der Koselstraße über einer Wirtsstube. Später, als Ursula ebenso nach Frankfurt kam, fanden sie ein kleines Haus in der Bleichstraße 56. Es wurde renoviert und man zog ein. Im Januar 1964 kam Peters Schwester Barbara dazu und im Mai des gleichen Jahres folgten Paul, Christl, Klaus Werner und Elke Van Der Stok (geb. Klavida). Rainer Vinzenz war das erste deutsche Mitglied, dass in Deutschland gefunden wurde und dort einzog.

In Vorbereitung auf den ersten Besuch Wahren Vaters in Europa, in 1965, fand man eine viel größere Wohnung in Bleichstraße Nummer 48. Vater errichtete 3 Holy Grounds. Den ersten in Berlin, den zweiten in Frankfurt und den dritten in Hessen.

Peter erzählte uns öfter von Vaters erstem Besuch 1965. Mit Vater reisten Mrs. W. B. Choi, Dr. Y. O. Kim und Ref. Papa-san Choi. Von Dänemark kommend (Wahrer Vater errichtete damals Holy Grounds) landete die Partie in Berlin-Tegl. Ursula Schumann und Peter Koch erwarteten sie dort. Nach Errichtung des Holy Grounds im Tiergarten reisten sie nach Frankfurt weiter. Von Frankfurt aus besuchte Vater die Umgebung. Nach einer Woche ging die Reise, dieses mal per VW-Bus, weiter. Paul fuhr den Bus. Beide, Peter und Paul, begleiteten die Partie durch Europa, wo sie weitere Holy Grounds in Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Italien errichteten. Während dieser Zeit entwickelte sich zwischen dem Wahren Vater und Peter eine Beziehung, wie die von Vater und Sohn. Aus dieser Beziehung heraus, so erzählte mir Peter später, fühlte er beim Abschied in Rom, als würde sein Vater nun ohne ihn weiterreisen.

Außerdem bat Vater, Missionare in andere Länder zu schicken. Paul Werner ging im Mai 1965 nach Österreich, Ursula Schumann am 19. Dezember 1965 nach Spanien und Reiner Vinzenz am 20. Februar 1966 nach Frankreich.

Mehr Mitglieder schlossen sich in den folgenden Jahren an. Ich selbst wurde im September 1966 von Friedhilde Bächle angesprochen. Damals arbeiteten wir nicht offen auf der Straße, sondern suchten nach vorbereiteten Menschen in Kirchen, Clubs und den verschiedensten Gruppen. Als ich Mitglied wurde, gab es schon in Essen ein Zentrum und bald danach wurde eines in Hamburg gegründet.

Mit dem Wachstum der Zentren, wuchsen auch die Schwierigkeiten untereinander. Einheit zu bewahren war, und ist, wohl die größte Herausforderung in unserer Bewegung – auch in Deutschland. Es wurde ganz offenbar als ein Blitz den heiligen Baum in Essen zerstörte.

Dies war der Auslöser für Peters 40 Tage fasten 1968. Er wollte eine neue Grundlage für die Arbeit schaffen. Anschließend begann die Familie in Essen eine 40-Tage-Bedingung mit Ansprechen und täglichen Vorträgen. Im März 1969 besuchten die Wahren Eltern Deutschland zum zweiten mal. Essen wurde ausgewählt für die erste europäische Segnung am 28. März 1969. Von ganz Europa kam man dort zusammen. Es war nicht leicht für die Wahren Eltern, aber sie wählten 8 Paare für die Segnung aus. Während dieser Tage entschied sich Vater, die Landesleiter Peter Koch und Paul Werner auszutauschen. 40 Tage nach der Segnung fand der Wechsel dann statt. Peter Koch begann am 18. Mai 1969 nach der Übergabe seine Mission in Österreich. Ich weiß, dass ihm der Wechsel nicht leicht geworden ist, denn er liebte sein Vaterland, in das er sich mit ganzem Herzen investiert hat, die Botschaft der wahren Eltern weiterzugeben und den Menschen das Herz Gottes zu vermitteln. Mit dem Erfolg war er nicht so zufrieden, er hätte gerne mehr Früchte hinterlassen.

Peter war Peter! Deshalb möchte ich ihn hier auch noch selbst zu Wort kommen lassen durch einige Erlebnisse, die er in England den Geschwistern so lebendig erzählte.

„Etwa 2 Wochen nachdem ich die G.P. kennenlernte träumte ich (besser gesagt, ich hatte ein geistiges Erlebnis). Zu der Zeit hatte ich noch kein Bild vom Wahren Vater gesehen. In diesem Traum war ich im Keller eines Hauses, das in etwa mir gehörte, dennoch nicht richtig mir gehörte. Ich suchte etwas, wusste aber nicht genau was. Dann war dort eine Pendeltuer durch die ich gehen wollte, aber dort war ein Schild: Geschlossene Gesellschaft! Schließt mich diese ein oder aus, was heißt das? Ich öffnete die Tür und trat ein. Hinter der Tür hing dann ein dickes, rotes Seil, wie in Hotels. Dies hielt mich zurück. Dann sah ich so etwas wie ein Podium mit einer eigenartigen Bank und Tisch und einer Menge Leute, die ich nicht kannte. Komisch in meinem Haus. Besonders die am Tisch sitzenden schaute ich an. Intuitiv erfasste ich, dass dies sehr, sehr hohe Würdenträger waren. Ich dachte mir, wozu brauchen wir sie, wir werden jetzt alles von Grund auf erneuern. Wozu brauchen wir diese Bischöfe, die es zu sein schienen. Da saß ein Herr, gerade vor mir und hin und wieder stellten sie eine Frage an ihn und sprachen mit ihm in höchster, respektvoller Form. Eigenartig, diese hohen Würdenträger behandeln ihn mit solchem Respekt? Dann stand eine Person von den dort Sitzenden auf, es war Dr. Kim, die sehr, sehr formell gekleidet war, hinter die Bank ging und hinter dieser einen wichtigen Person stehen blieb. Sie sah mich geradewegs an. Das machte auch keinen Sinn. Dann öffnete sich die Tür und ein Repräsentant von 6000 draußen wartenden Leuten kam herein. Er begann eine große Ansprache. Der Mann aber sagte: aha, aha und bat ihn zu sprechen aufzuhören. Bring nicht alle herein, sondern sei sehr, sehr wählerisch. Was ist das? Ich schaute diesen Mann an, den ich nie vorher gesehen hatte. Er war Orientale und ich fragte: wer ist dieser Mann? Dann hörte ich eine laute, starke Stimme im Himmel lagen: Der Herr des 2. Kommens! Alles war hell, ich fühlte mich  wie wenn jemand 10 l Wasser in eine Kaffeetasse gießen würde, so überwältigend! Sofort wachte ich auf.“

„Bevor ich die G.P. kennenlernte wusste ich nicht viel von Gott. Natürlich beeindruckten mich die G.P.. Was mich jedoch am meisten beeindruckte war die Geschichte der Wiederherstellung. Ich konnte sehen  wie sehr sich Gott nach dem Menschen sehnte für tausende und abertausende von Jahren, mich eingeschlossen. Als ich diese große Liebe für mich erkannte, konnte ich mich nicht umdrehen und davon rennen. Das war unmöglich. Ich hatte keine andere Wahl, als Ihm mein Herz zu schenken. Deshalb sagte ich: Du hast für tausende von Jahren gearbeitet, nun setz Du Dich nieder, wir werden die Welt zu Dir zurückbringen. Lass mich etwas für Dich tun. Das war eine absolute Änderung des Herzens, es war wirklich eine Neugeburt. Es war die größte Entscheidung in meinem Leben, Gott mein Leben zuzuwenden.“

„Da ist eine Menge Menschenverstand in den Prinzipien. Jeder kann sagen es ist logisch. Sie geben Antworten die die Kirche nicht geben kann. Der entscheidende Punkt war jedoch die Änderung des Herzens. Ich bin euer Leiter und ich habe Kontrolle über eure Handlungen. Das sagt nichts. Ich muss euer Herz gewinnen, dann können wir wirklich zusammenarbeiten.“

„Wichtig in deinem Leben ist deine Beziehung zu Gott! Leute können dein Geld nehmen, deinen Job, dein Haus niederbrennen, deinen Kopf abhacken, aber deine Beziehung zu Gott können sie dir nicht wegnehmen. Selbst wenn du stirbst, sie hat ewigen Wert. Das ist der wichtigste Punkt im Leben eines Menschen, seine Liebe und seine Beziehung zu Gott, und die stärkste Beziehung ist die Liebe. Sie ist das Rezept deine Probleme zu lösen: Verlieb dich in Gott, dann fallen alle Probleme von dir ab und du wirst deine Probleme vergessen.“

„Dr. Y.O.Kim lehrte uns, dass wir mit Gott eins werden müssen, d.h. dein Herz muss mit dem Herzen Gottes eins werden, dein Denken und deine Handlungen sollten mit Gott eins werden. Deshalb hielt ich mehrmals am Tage inne, ganz gleich was ich gerade tat. Ich wollte genauso fühlen wie Gott fühlte. Wenn ich ein einfaches Blatt hatte, schaute ich das Blatt (oder Blume) an. Ich wollte fühlen was Gott fühlte, wenn er es sah. Wenn ich einige Vögel spielen sah, beobachtete ich diese Vögel und fragte mein Herz, was fühlt Gott, wenn er diese Vögel sieht? Oder die Leute auf der Strasse, was fühlt Gott, sieht er sie an! Natürlich habe ich oft nichts gefühlt. Aber manchmal habe ich etwas erlebt und das ließ mich eine ganze Weile weitergehen. Ich wollte wirklich mit Gott eins werden. Nun ich bin mehr als 17 Jahre in der Bewegung und ich habe meine auf`s und ab`s. Ich hatte meine schwierigen Zeiten. Aber die Liebe zu Gott hat mich immer durchgebracht.“

„Was auch immer, als ich in die Bewegung kam, hörte ich, Gott sei ein lebendiger Gott. Nun wenn er ein lebendiger Gott ist, dann muss es für mich möglich sein eine Beziehung zu ihm aufzubauen und seine Realität in meinem eigenen Leben erfahren können. In anderen Worten, ich sollte wissen, dass Gott existiert durch meine eigenen Erlebnisse. Als eine gefallene Person muss ich meine Beziehung zu Gott ausrichten, das ist eine Herz zu Herz Beziehung, so dass ich in einer bestimmten Situation weiß, was sein Wille ist und ich dann auch die Kraft von Ihm bekomme zu tun was richtig ist.“

„Als Leiter musst du deine Tests bestehen. Ihr wollt Leiter sein, dann müsst ihr den Leuten einen Weg zeigen können. Dann musst du bereit sein dich selbst zu opfern. Du kannst nicht an deinem Tisch sitzen und andere den Job tun lassen. Es ist unmöglich, wenn du das Subjekt bist. Ich bin das Subjekt, der Boss und du das Objekt, was immer ich sage, dem musst du folgen. Das ist nicht was die G.P. sagen. Als Subjekt bin ich verantwortlich die Liebe des Objekts zu gewinnen, sein Herz schmelzen mit meiner Liebe und ihm auf diese Weise den Weg zu Gott zeigen. Natürlich solltest du ihm einen Schritt voraus sein auf dem Weg zu Gott. Ich sollte ihn auch wirklich zu Gott und nicht zu einer alte Welt Stil Organisation, ein Vater sein und nicht ein Sklaventreiber, den Mitgliedern alles geben was sie brauchen. Bekommt dein Objekt nicht genug Liebe, mag es dich respektieren aber niemals lieben. Dies ist ein Grund warum ich sage: kein Pusch, ich werde ziehen. Ich versuche die Geschwister zu inspirieren, ihnen das Ziel zu zeigen¸ auf irgend eine Weise ihre Liebe zu Gott zu steigern und dadurch ihre Selbstmotivierung zu heben. Auf diese Weise geschehen die Dinge, weil die Mitglieder sich selbst motivieren. Das liebe ich. Manchmal brauchen die „Objekte“ auch eine Korrektur. Tue ich es, weil ich diese Person liebe, wie ein Vater sein Kind, dann wird aus dieser Beziehung heraus die Person motiviert sein etwas zu ändern.“

„Ich fand heraus, dass erkennen und lieben zwei Ausdrücke sind, die sehr, sehr nahe verwandt sind. Ihr werdet selbst herausfinden, dass ihr nur liebt was ihr kennt und ihr könnt nur kennen, was ihr liebt. Wenn du etwas nicht liebst, wirst du es niemals kennen. Es ist mit unserer Beziehung zu Gott das gleiche. Kennst du seine Liebe, kannst du darauf reagieren und ihn lieben. Durch die Liebe werden wir von Gott, oder was immer wir lieben, angezogen. Je näher wir zu unserem Liebespartner oder Gott kommen, umso tiefer kennen wir ihn oder Gott. So, ihr könnt Gott nur kennen, wenn ihr ihn liebt.“

„Ich möchte ich hier noch ein Gebetserlebnis wiedergeben. Es war auf der europäischen Konferenz im Januar 1978 in Camberg. Abends als wir am Holy Ground beteten. Zuerst sangen wir Lieder und jemand bat mich zum Abschluss zu beten. Während noch gegen wurde, versuchte ich mich auf Gott einzustellen. Kurz vorher hatte der Wahre Vater gesagt, wir sollten Million und Millionen von Menschen in Europa finden. Als ich nun dort stand sagte Gott zu mir, diese Millionen sind hinter dem eisernen Vorhang! Ich werde dies nie vergessen! Ihr müsst wissen, wenn eine klare Inspiration von Gott kommt, das könnt ihr nie vergessen. Wenn ihr niemals solch ein Erlebnis mit Gott hattet, dann öffnet euer Herz weit für Gott! Sei eins mit dem Herzen Gottes und dein Leben wird niemals das gleiche sein. (“Your life will never be the same!”).”

Einige seiner Aussprüche fallen mir noch ein:

„Sei ein vernünftiger Mensch!“

„Verlieb dich in Gott!“

„Die Hauptsache muss immer die Hauptsache bleiben.“

„Hast du schon jemanden gesehen, der einen Berg ohne Überwindung  von Schwierigkeiten erklettert hat?“

„It’s not the size of the wand, but the magic in it“ bzw. “Wichtig ist nicht die Groesse des Stabes, sondern der Zauber darin” (Aus USA, bezogen auf’s Gebet)

„Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel über deinem Kopf kreisen, aber du kannst verhindern, dass sie dort ein Nest bauen.“

Source: webspace.zierl.info/vk/austria/PeterKoch-Testimony.doc [13.10.2014]

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