Vereinigungskirche

Die Achtung vor der Natur

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Auszüge aus Sun Myung Moons Ansprachen

Ins Deutsche übertragen von Johannes Stampf

 

  1. Was lehrt uns die Natur?

Wie sehen Kinder Spielzeuge? Kinder möchten mit allem spielen was ihre Aufmerksamkeit erregt und was sich bewegt oder bewegen läßt. Nicht nur Kinder auch Erwachsene mögen Spielzeuge. Aber unter allem was sich bewegt, sind es die Tiere, die einen Instinkt besitzen, ob es nun Tierbabies sind oder irgendwelche Käfer. Alle Kinder sind glücklich, wenn sie die Vögel in der Luft oder die Tiere in Feld und Flur in Bewegung sehen. Warum ist das so? Das ist deswegen so, weil wir von Natur aus auch so beschaffen sind. Was heißt das oder was sagt uns das? Es sagt uns, dass wir Freude empfinden, wenn wir Menschen die Natur um uns sehen. Alles erscheint uns wie ein Hobby. Wenn wir Menschen etwas sehen oder mit etwas zu tun haben, das uns entspricht, so empfinden wir Freude.

Betrachten wir Käfer, Insekten oder andere Tiere, so fällt auf, dass sie alle in Paaren existieren. Sehen wir die Natur aus diesem Gesichtspunkt und fragen wir uns, was die Natur denn ist, so können wir sagen, dass die Natur ein Museum oder eine Ausstellung von Ausbildungsmaterialen für unsere Entwicklung und unsere Erziehung ist. Sie ist für den Menschen ein Objekt seiner Liebe.

Vögel kennen drei Arten von Gesang oder Geschrei. Die erste ist ein Zeichen oder ein Signal für Hunger, die zweite ist ein Liebesgesang zum Anlocken eines Partners oder einer Partnerin und die dritte bedeutet Gefahr. Diese drei Gesangsarten unterscheiden sich voneinander. Auch wenn uns Menschen das für gewöhnlich nicht auffallen mag, die Vögel kennen diese Gesangsarten sehr gut. Es gibt Zeiten, da schreien sie, weil sie Hunger haben und es gibt Zeiten der Gefahr. Aber meistens singen sie Lieder der Liebe und der Kommunikation mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin.

(Aus: Der Weg für Studenten)

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Menschen wurden als Subjekte und Objekte geschaffen, d.h. in Paaren, die einander ergänzen. Auch alle Dinge der Schöpfung, die für den Menschen geschaffen wurden, wurden im Einklang mit dem Prinzip der Liebe in Subjekten und Objekten geschaffen. Weiters ist es so, dass aufgrund der Liebe des Menschen Leben und Ideal Wirklichkeit werden können. Die Welt der Schöpfung ist für den Menschen da. Ganz besonders für die ersten Menschen, Adam und Eva, war die Schöpfung ein Lehrbuch der Liebe, das ihnen für ihr Heranwachsen eine Hilfe bot. Die Schöpfung ist ein Museum, eine unerschöpflich vielfältige Ausstellung der Essenz der Liebe.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Ganz am Anfang wuchsen Adam und Eva, die als Kinder Gottes eine bevorzugte Stellung unter allen Geschöpfen inne hatten, auch unter dem Schutz Gottes heran und wurden größer. Mit fortschreitender Entwicklung ihres Intellektes verstanden sie auch immer tiefer warum Gott die Welt geschaffen hatte. Die Welt war da als Hilfsmittel für ihre Erziehung. Alles was sich in der Welt der Schöpfung bewegte war wie ein Lehrbuch, das unsere ersten Vorfahren, Adam und Eva, alles lehrte, was sie zum leben brauchten. Es ist wichtig zu verstehen, dass für Adam und Eva, die noch heranwuchsen und daher ihre Vollkommenheit noch nicht erreicht hatten, aber in Einklang mit der Natur lebten, die Umgebung als Beispiel oder als Museum diente.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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In der Natur keimt der Same, wächst heran zu einer Blume oder einem Baum und trägt dann seine eigenen Früchte. Überall auf der Erde keimen Samen und wachsen dann weiter. Ein Apfel wird auf der Seite, die von der Sonne beschienen wird, roter und auf der Schattenseite ist er blasser. Von verschiedenen Seiten aus betrachtet kann die Frucht sehr unterschiedlich wirken, obwohl es immer die gleiche Frucht ist. Der Same, aus dem der Mensch kommt, ist Gott selbst. Wie ein Baum entwickelt die menschliche Gesellschaft Äste. Der Stamm wurde groß und die Blätter breiteten sich über die ganze Welt hin aus. Dieser riesige Baum sollte überall die Frucht des ursprünglichen Samens tragen, von dem sie kommt. Ein Baum zeigt uns sehr gut, wie wir leben sollten. Er ist ein Symbol für das Leben des Menschen und folgt den Zyklen der Natur, und er kehrt in seinem Samen wieder zu seinem Ursprung zurück.

Ein Baum kann hunderttausende Blätter haben. Ein Blatt denkt nicht weit über sich selbst hinaus. Auch mit den Ästen ist das nicht anders. Mittlerweile aber sendet die Wurzel, die ungesehen vom Auge unter der Erde verborgen ist, die Nahrung bis zu ihnen hinauf. Beim Menschen ist das auch so. Wir Menschen sehen auch die sichtbaren Bereiche unseres Lebens sehr deutlich, aber wir sehen nicht viel von unserer verborgenen Wurzel. Gott ist, wie eine Wurzel, tief in der Menschheit verborgen. Welcher Teil ist kostbarer, der Teil, der über die Erde herausragt oder der Teil, der in der Erde als Wurzel verborgen ist? Schneiden wir Äste und Blätter ab, so kann von der Wurzel her ein neuer Durchtrieb kommen. Was ist dann vergleichsweise wichtiger, die Menschheit oder deren Wurzel? Das ist ein ganz einfacher, aber sehr treffender Vergleich.

Wie wachsen Wurzeln und Äste? Sie wachsen in Übereinstimmung mit einem Gesetz. Verschiedene Pflanzen und Bäume ähneln ihren Samen. Schmale, in den Himmel ragende Alpenbäume haben auch längliche Samen, aber ein Nussbaum hat, wie eine Nuss, eine rundliche Form. Die Samen beinhalten sowohl den Entwurf (Plan) als auch die nötigen Voraussetzungen, die der werdende Baum für sein Wachstum braucht. Auch die Form des ausgewachsenen Baumes ist im Samen vorgegeben. Im Keimlingsstadium macht der Same zwei Triebe. Aufgrund seiner zweiseitigen Natur – Plus und Minus – macht er nicht nur einen, sondern zwei Triebe. Den einen senkt er in die Erde und der andere wächst zum Licht hin. Gott selbst hat in sich diese beiden Merkmale oder Charakteristika und so gleichen auch die Samen auf diese Weise ihrem Schöpfer.

Der Keimling ernährt sich zuerst von den Nährstoffen, die im Samen enthalten sind. Sind diese aufgebraucht, so sind die kleine Wurzel und der kleine Trieb bereits fähig sich alles von der Umgebung zu holen. Nehmen wir an ein Same kommt verkehrt auf dem Boden zu liegen, dennoch dreht sich der Wurzeltrieb herum, um in die Erde zu gelangen und mit dem grünen Trieb ist es auch so. Pflanzen brauchen diese Nahrung von oben und von unten, aus der Wurzel und aus der Sonne. Himmel und Erde müssen im Geben und Nehmen vereint sein.

Das Leben der Pflanze ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. In der Tat entspricht die Pflanze dem Gesamtprinzip des Universums.

Warum wird die Pflanze größer, warum wächst sie? Sie hat Nahrung erhalten, so muss sie auch geben. Wachsen ist eine Form des Gebens. Kinder möchten wachsen und erwachsen werden. Mit zunehmendem Wachstum werden wir uns unserer Umgebung mehr und mehr bewusst; wir können mehr geben und mehr empfangen und erfreuen uns des Gebens und Nehmens auf vielen Ebenen.

Stellt euch einen großen Baum vor, einen Baum mächtig und beeindruckend. Auch wenn die Wurzeln nicht sichtbar sind, so bilden sie die großartige Verankerung dieses mächtigen Baumes. Die Spitzen seiner kleinen Faserwurzeln liegen tief unten in der Erde – ungesehen vom Auge. Könnt ihr die Verbindung vom kleinsten Blatt an der Spitze des Baumes bis hinunter zur kleinsten Wurzelspitze sehen? Das eine ist so hoch oben und das andere ist so weit unten, dass deren Verbindung zueinander schwer zu sehen ist. Ohne Beziehung zur Wurzel jedoch ist das Blatt zum Absterben verurteilt.

Wenn daher Menschen sagen: „Wozu soll ich mich um meine Wurzeln zu kümmern, die sind so weit weg und ich habe keine Verbindung mehr zu ihnen“, was wird dann geschehen? Sie werden absterben wie die Blätter. Der Mensch, der sich seiner Wurzeln bewußt ist und eine Verbindung zu ihnen hat, wird leben und gedeihen, während der Mensch, der sich von seinen Wurzeln trennt, sterben wird.

Die Blätter sind nahe an anderen Blättern und so sind sie sich dessen bewusst und sie schätzen einander. Aber ihre Einheit mit dem Ast, auf dem sie wachsen, ist nicht nur für die Blätter von Nutzen. Befinden sich alle Äste, Zweige und Blätter über der Erde in Harmonie und Einheit, so können sie nur wachsen, solange sie mit ihrer großen, gesunden Wurzel verbunden sind. Wird die Wurzel stärker, so wird auch der übrige Baum größer und mächtiger. Das reflektiert den idealen Zyklus von Geben und Empfangen in allen Richtungen.

(3. April 1988)

Für den Menschen, besonders für die ersten Menschen, Adam und Eva, in ihrer Wachstumsphase, war die Welt der Dinge ein Lehrbuch der Liebe und ein Museum, das ihnen die unzähligen Essenzen der Liebe zeigte und offenlegte. Es war Gottes Hoffnung, dass Adam und Eva in und von den Dingen der Schöpfung, die er ihnen als lebendiges Lehrbuch der Liebe geschaffen hatte, die Liebe lernen.

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Hat der Mensch nun das Meer erobert oder nicht? Hat er das Land erobert oder nicht? Natürlich hat er das getan. Wie sieht es mit dem Weltraum aus? Auch den versucht er zu erobern. Der Fluss der Kulturen oder der Zivilisationen der Menschheit ist wie ein sich dahinschlängelnder Fluss. Ein Fluss beginnt an einer Quelle und wird von dort aus größer, länger weiter und tiefer. So ein Fluss ähnelt oft einer Schlange. Ist es nicht so? Warum windet sich ein Fluss so dahin? Was ist eure Antwort? Welcher ist der längste Fluss der Erde? (Der Nil) Welcher ist der breiteste? Ein Fluss gewinnt an Länge und das Wasser darin legt lange Strecken zurück und dient vielen Menschen, Tieren und Pflanzen als Wasserspender. Ein Fluss wählt einen gewundenen Weg. Gibt es da ein Tal, dann wählt er diesen Weg und umfließt so einen Berg. Ein Fluss hat viele Zubringer, die alle in den Fluss münden.

Würde sich amerikanisches Wasser mit koreanischem Wasser verbinden oder nicht? Würden Amerikaner einen riesigen Zaun aufstellen, damit die Wolken, die Wasser enthalten, das in Korea verdunstet ist, draußen gehalten werden können, indem sie sagen: „Du bist verschmutzt, du kommst hier nicht herein.“? Würde das funktionieren? Nein! Gleichgültig was der Mensch macht, die Natur regelt sich alles selbst. Wasser kann viele Stoffe lösen, aber ist Wasser rein oder schmutzig? Denkt einmal darüber nach, Tiere bestehen zu drei Viertel aus Wasser. Wenn sie sterben, wohin gelangen sie dann? Sie geben das Wasser frei. Ist es nicht so? Wohin kommt dieses Wasser? Es gelangt in einen unterirdischen Wasserlauf oder es verdunstet. Das Wasser sagt zu sich: „Es gibt nichts, das ich nicht erobert habe. Du, grünes Gras, sei nicht so stolz auf dich. Hättest du mich nicht, so könntest du niemals so schön grün sein.“ Ist es so oder nicht? Selbst in die ausgedorrteste Wüste kommt dann und wann ein Regenguss.

(6. Jänner 1991)

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Wenn Menschen stundenlang sitzen müssen, so werden sie müde. Diese Vögel hier scheinen nicht müde zu werden, miteinander zu singen. Warum nicht? Weil ihr Lied ein Lied der Liebe ist. Sie tanzen herum und fliegen von einem Ast zum anderen. Sie sind immer in Bewegung und zeigen sich einander. Fliegt ein Vogelweibchen davon und das Männchen folgt nicht, so beginnt es laut zu schimpfen als wollte es sagen: „Komm, geh weiter, was machst du so lange?“ Dann wird das Vogelmännchen folgen. Vater zog aus seinem Umgang mit der Natur wichtige Lehren. Kann jemand wirklich mit der dem Inneren der Natur kommunizieren und sich an ihrem Geben und Nehmen erfreuen, so ist Ehescheidung kein Thema. Wenn ihr die Natur wirklich studiert, so werdet ihr das Paarsystem darin ganz deutlich erkennen.

(6. Mai 1997)

 

  1. Welchen Platz nimmt der Mensch in der Natur ein?

Was ist die Natur? Sie ist wie ein Display schätzenswerter, entzückender Dinge, die Gott dem Menschen präsentiert, wenn seine Söhne und Töchter, gefüllt mit Liebe, geboren werden. Der Gesang eines Vogels oder selbst ein einziges Blatt des wachsenden Grases am Strassenrand sind Verzierungen, die das Leben seiner geliebten Söhne und Töchter schöner machen. Auch ein Stein, der die Strasse hinunterrollt, weiß, dass diese Söhne und Töchter die Damen und Herren sein werden, die eine Nation regieren werden, und dass er geschaffen wurde, um diese Nation zu verschönern. Mit dem fließenden Wasser ist das genau so. Abgestumpftheit und Eintönigkeit sind nicht genug, die Natur wurde als Garten einzigartiger Harmonie für den Prinz der Träume und der Hoffnungen, der eine solche Welt ererben wird und der für die Liebe gemacht wurde, geschaffen.

Daher sollen wir alle Dinge der Schöpfung genau studieren. Wenn Vogelmännchen und Vogelweibchen sich zuzwitschern, so kann sogar die Frau des Hauses davon lernen. Wir müssen wissen, wie wir leben sollen, und die Schönheit der Schöpfung preisen und uns in gegenseitiger Achtung begegnen. Macht das jemand, so möchten die Vögel in der Nähe dieses Hauses Nester bauen und dort ihre Jungen großziehen. Versteht ihr was ich sage?

Wie kostbar ein Kunstwerk in einem Museum auch sein mag, kann es jemals dem eines lebendigen Geschöpfes gleichen? Der Punkt ist, wer hat diese Welt, die Gottes Kunstwerk ist, mehr geliebt als Gott? Habt ihr die Dinge der Schöpfung mehr geliebt als die Kunstwerke in den Museen eurer Länder? Könnt ihr eine goldene Krone aus einer früheren Zeitepoche in einem Museum mit einem Löwenzahn, der am Wegrand zertreten wird, vergleichen? Gott hat diesen Löwenzahn persönlich gemacht. Ihr solltet das Territorium eures Heimatlandes aus dieser Sicht betrachten. Mit dieser Einstellung und mit diesem Herzen Gott gegenüber sollten wir fähig sein zu sagen: „Ich schäme mich und es tut mir leid, dass ich dort, wo ich die Liebe Gottes genossen habe, nicht die Königsposition eingenommen habe, von der aus ich den Schöpfer verehrte.“ Steht ein solcher König mit diesem klaren Bewußtsein auf, so werden die Blätter des Grases diesem König folgen, um ewig mit ihm zusammen zu sein. Das ist die Art wie der Mensch lieben sollte.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Ihr müsst wissen, wie ihr die Natur und die Menschen lieben sollt. Es muss uns allen klar sein, dass Menschen, die andere Menschen nicht lieben und die die Natur nicht lieben auch Gott nicht lieben können. Die Dinge der Schöpfung sind die abbildhafte Verkörperung Gottes. Da die Menschheit die substantielle Verkörperung Gottes ist, wird die Person, die die Schöpfung liebt dahin kommen Gott zu lieben.

Deswegen ist es auch nicht richtig eine Kirche von nur jungen Menschen zu haben. Wir brauchen eine Kirche mit Großmüttern und Großvätern und mit Onkeln und Tanten. Selbstaufgabe allein ist nicht immer das Beste. Habt ihr das gewußt? Wenn ihr daher als Waisen heranwachst, so könnt ihr nichts anderes sein als Waisen.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Wir müssen immer die Natur lieben und auch die Menschheit. Das schließt ein, dass wir jede Rasse und jede Hautfarbe lieben sollen. Würde Gott sagen: „O, ich liebe nur Weiß“? In diesem Fall müssten wir dann alle weiße Kleider anziehen. Auch weiße Menschen müssten immer weiß tragen. Wir müssten alle unsere bunten Kleider wegwerfen. Warum sollten wir schwarze Kleider tragen? Warum bunte? Das ist ein Widerspruch.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Vom Gesichtspunkt des ursprünglichen Schöpfungsideals aus gesehen gehören alle Dinge, die Teil unseres Universums sind, Gott. Auch sollte die ganze Natur von Gott gemanaged und beschützt werden. Auch der Mensch, der Mittelpunkt und das Zentrum aller Dinge, sollte von Gott gemamaged werden und im Bereich seiner Liebe leben. Daher gehören alle Dinge des Universums zu Gott und sollten unter seiner Herrschaft leben.

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Die Menschen sagen, dass wir die Menschen lieben sollen; dass wir alle Menschen lieben sollen. Saundar Singh sagte, dass alle Dinge der Natur als zweite Bibel gesehen werden können. Wenn daher Gott, die Engel, alle Dinge und die Menschen das Versprechen der Liebe ein- und hochhalten, so kann das Ideal der Liebe verwirklicht werden. Ursprünglich sollten die Menschen alle Dinge lieben. Sie sollten sie alle lieben. Sie sollten alle Prinzipien der Natur ererben und ausgerichtet auf die Liebe die unveränderbare Subjekt-Position den anderen Geschöpfen gegenüber einnehmen. Daher sollte die gesamte Umgebung ihnen folgen und gehorchen. Die Menschen sollten sich auch würdig erweisen von den Dingen der Schöpfung als ideales Subjekt verehrt zu werden. Wir alle sollten uns in dieser Position befinden.

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Es ist ganz natürlich, dass ihr, wenn ihr die Dinge der Schöpfung liebt, auch die Menschen lieben könnt. Weil unsere Vorfahren die Dinge nicht geliebt haben, sollten wir das tun. Wo wir uns auch befinden, wir sollten immer die Natur lieben. Wir sollten der Natur unsere Liebe zeigen, sowohl dem kleinen Gras in unserer Nachbarschaft als auch den großen Bäumen. Besteht ihr diese Prüfung der Liebe, so könnt ihr auch die Menschen lieben. Erreicht ihr die Position, von der aus ihr die gesamte Natur lieben könnt, so könnt ihr auf diesem Fundament auch die Menschen lieben.

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Die Menschen wurden als Subjekt und Objekt geschaffen. In anderen Worten: sie wurden als Paare geschaffen. Alle Dinge, die zum Wohle des Menschen geschaffen wurden, sollten auch unter dem Prinzip der Liebe die Verkörperung der Harmonie sein. Die Dinge wurden so geschaffen, dass sie nur durch die Liebe des Menschen ihr Leben und ihr Ideal verwirklichen können.

In der Natur leben selbst die Insekten in Paaren. Sie singen wohltuende Lieder. Warum singen Vögel und Insekten? Sie singen, wenn sie glücklich sind. Die Menschen sollten erkennen, dass die gesamte Natur, die Vögel, Insekten und Blumen eingeschlossen, dem Menschen ähnlich werden möchten.

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Es gibt Zeiten, da möchtet ihr euren Kindern Spielzeug kaufen. Ihr möchtet für eure Kinder oder für eure Frau etwas tun. Aber wie geschickt ein Mann auch sein mag, kann er etwas schaffen, das lebt? Das kann er nicht.

Daher sind alle Dinge und die gesamte Schöpfung wie ein gigantisches Museum, das Gott als Eltern für seine Kinder gemacht hat. Ihr sollt euer Leben damit bereichern. Nehmt als Beispiel eine Föhre. Ist sie bloß eine grüne Föhre oder steckt da mehr dahinter. Wenn ihr sie seht, solltet ihr denken, dass Gott diesen Baum gemacht hat, damit eure Liebe so strahlend wird, wie dieser grüne Föhrenbaum. Das ist die Sichtweise, die wir unbedingt brauchen.

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Wo auf der Erde wurdet ihr geboren? Jeder von euch ist ein kleines Universum. Der Mensch ist eine Miniatur unseres Planeten Erde und des gesamten Universums. In eurem Körper sind alle Elemente vertreten, die es auf der Erde gibt. Woher kommt ihr? Ihr seid vom Universum genommen.

Verlangt das Universum einmal alles von euch zurück, so mögt ihr alles verlieren. Euer Körper setzt sich aus Elementen zusammen, die aus dem Universum geborgt wurden. Daran solltet ihr immer denken. Das Universum hat euch geboren, es hat euch gemacht.

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Ist da ein Mensch, der das Herz Gottes versteht und zum Blatt eines Grases sagt: „Es tut mir so leid und ich fühle mich so beschämt, dass ich dich nicht von der Position eines Königs der Liebe aus geliebt habe, die Gott mir zugedacht hat“, dann möchte sogar das Gras immer mit diesem Menschen zusammen sein. Das ist der Weg, dem die Menschheit folgen sollte.

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Von wo kommt das Wasser ursprünglich her? Kommt es aus einer Quelle oder aus einem Fluss? Woher bekommen wir das Wasser? Denken wir darüber nach, wenn das Wasser nicht in die Atmosphäre hinaus verdunstet, dort Wolken formt, wie sollten wir sonst Wasser bekommen? Könnte der Hudson River ohne diese Zirkulation bestehen? Gäbe es einen Missisippi, den Stolz der Amerikaner, ohne diesen Wasserkreislauf? Wem gehört der Missisippi, gehört er Amerika? Nein, bevor er Amerika gehört, gehört er dem Ozean. Woher kommt der Regen? Ohne Wasser wären die Bedingungen für das Leben der Menschen und der anderen Lebewesen nicht gegeben. Würde es nur eine einzige Baumart auf der ganzen Erde geben, so würde uns das nicht glücklich machen. Wären Tiere mit entweder nur Nadel- oder nur Laubbäumen zufrieden? Gäbe es nur eine einzige Grasart, so würde alles sehr kompliziert werden. Ist hier jemand, der denkt: „Ich mag nur die Wüste, das grüne Land mag ich nicht“ oder „Ich mag die Steine nicht“? Manchmal blockieren Steine oder Felsen unseren Weg, aber ohne sie wäre unser Leben sehr unbequem. Auch Felsen und Steine dienen einem Zweck. Nichts existiert ohne Sinn, sondern alles existiert aus einem guten Grund, die Dinge des Meeres eingeschlossen.

(6. Jänner 1991)

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Fehlt in einer Gegend das Wasser, so wird sie zur Wüste. All die schönen Landschaften in Amerika und überall auf der ganzen Welt, wie die herrlichen Berge, die riesigen Zedern und all die grünen Pflanzen, all das wäre ohne Wasser undenkbar und unmöglich. Die vielen Wasserlaufe, die Gebirgsbäche und die Wasserfälle, wie wunderschön sind sie und wie perfekt passen sie mit dem Wasser, das in ihnen fließt, in die Landschaft. All das ist das Werk des Wassers. Denkt an die riesigen Schneemengen im Norden und wie sie zur Zeit der Schneeschmelze nach und nach das Wasser freigeben und so einen ständigen Nachschub an Wasser liefern. All das ist Wasserkunst, all das sind Wasserkunstwerke. Das Meer hat seit urdenklichen Zeiten die Dinge auf dem Land mit Wasser versorgt und all das Grün hervorgebracht, das die Tiere so sehr für ihre Nahrung brauchen. Das ist was das Meer getan hat, es hat allen lebenden Kreaturen, den Menschen eingeschlossen, das Leben ermöglicht. Sollten wir stolz und dankbar dafür sein, dass wir Wasser in unserem Körper haben? Sollte Amerika darauf stolz sein, die mächtigste Nation zu sein oder sollte es dem Wasser gegenüber Dank verspüren? Ihr solltet euch dankbar vor dem Wasser verneigen.

(6. Jänner 1991)

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  1. Welche Haltung sollten wir den Dingen der Schöpfung gegenüber einnehmen

Küsst ein wahrer Mensch eine Blume, so ist sie überglücklich. Könnt ihr euch das vorstellen? Die schärfsten Sinne sind die Sinne für männlich und weiblich, die auf die Liebe reflektieren. Lasst uns die Insekten betrachten. Mit ihren Ohren nehmen sie bestimmte Klänge wahr, ähnlich wie die Menschen, und mit ihrer Nase riechen sie bestimmte Gerüche. Diesbezüglich sind sie dem Menschen sehr ähnlich, nur die Ebene ist eine andere. Wenn diese winzigen Insekten Eier ausbilden und ablegen, so können wir diese mit freiem Auge oft gar nicht sehen, aber werden die Eltern sie nicht mit ihrem Leben verteidigen? Lieben sie sich und erfreuen sie sich daran oder machen sie das nur, weil sie dazu gezwungen werden? Auch hier sind sie dem Menschen sehr ähnlich. Es ist unbestreitbar, dass Gott, als Er die Schöpfung machte, alles mit Seinen Geschöpfen teilte. Er gab den gemeinsamen Nenner von fünf Sinnen nicht nur dem Menschen, sondern er stattete auch die Insekten damit aus, die Blumen und auch auf ihrer Ebene die Mineralien und die Atome.

(Aus: Der Tag aller Dinge und die Früchte der Liebe 1991)

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Liebt eine Person die Natur nicht, die für ihn geschaffen wurde, so kann diese Person nicht sagen, dass sie die Menschen liebt. Und liebt eine Person die Menschen nicht, die als Kinder Gottes geschaffen wurden, so kann sie nicht sagen, dass sie Gott liebt….. Wie kann jemand behaupten die Menschen und Gott zu lieben, wenn er nicht vorher die Natur geliebt hat, die für den Menschen geschaffen wurde?

(Aus: New Hope Farm Deklaration, 4. März 1995)

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Wenn ich zum Fischen gehe, so lasse ich den ersten Fisch wieder ins Wasser zurück. Selbst ein Geschöpf wie ein Karpf genießt die Liebe, und wenn jemand sie dafür würdigt was sie sind und wofür sie geschaffen wurden, so sind sie sogar bereit für diese Person zu sterben. In diesem Sinn sind die Karpfen keine Opfer, wenn sie ihr Leben in die Hand einer Person geben, die sie liebt. Das entspricht Gottes Schöpfungsplan. Wenn sie geliebt und gewürdigt werden, so werden sie dankbar und stolz sein für den Zweck, für den sie geschaffen wurden, zu leben und zu sterben.

(Aus: Das Meer und der Wille Gottes)

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Auch nicht das kleinste unter allen Geschöpfen des gesamten Kosmos kommt von irgendwo anders her als vom Herzen und der Liebe Gottes. Ein Dichter, der diese Tatsache tief in seinem Herzen spürt, wird ein großer Dichter werden. Ein Poet, der das Herz des Universums fühlt und dieses Gefühl zum Ausdruck bringt, wird ein universeller Poet werden. Heutzutage ignorieren wir diese Dinge weitgehend und sind zu weit von ihnen entfernt. Wir erkennen oder erfassen die Tatsache nicht tief genug, dass alle Dinge um uns herum aus der Liebe Gottes kommen und aus seiner Liebe heraus geschaffen wurden.

Betreten wir den geistigen Bereich, so sehen wir, dass selbst ein winziges Sandkorn das Prinzip des Universums in sich trägt, und dass selbst in einem Atom die unendliche Harmonie des Universums enthalten ist. Auch wenn wir in die Tiefe dieser Dinge nicht so weit vordringen können, so können wir nicht verneinen, dass alle Dinge aus einer vereinigenden Kraft kommen. Hinter den Molekülen finden wir die Atome und hinter den Atomen die Teilchen. All diese Dinge existieren nicht sinnlos, sondern sie besitzen Sinn und Zweck. Das ist deswegen so, weil alle Dinge von der ausgestreckten Hand Gottes geschaffen wurden. Jeder von uns muss sich ganz klar der Tatsache bewusst sein, dass wir in einer Beziehung mit dem Herzen Gottes existieren.

Was für eine Art Mensch ist ein Heiliger? Der größte Heilige ist ein Mensch mit einem Herzen, der, wenn er das Blatt eines Grases in seinen Fingern hält, sagen kann: „Gott“, und der dabei empfindet, dass der Wert dieses Grases dem Wert seiner eigenen Persönlichkeit ähnlich ist. Ein Mensch, der diesen Wert aus dieser tiefen Empfindung heraus besingen kann, wird zu den größten Künstlern gehören. Ist da jemand, der die Schönheit und die Liebe des Herzens Gottes in der Schönheit der Dinge entdeckt und das Gefühl hat, mit all diesen Dingen Freund zu werden, um mit ihnen zusammen zu frohlocken und zu singen, und wenn dieses Gefühl dann noch jede einzelne Zelle seines Körpers lebendig werden lässt und zum Vibrieren bringt, so kann diese Person das gesamte Universum repräsentieren. Diese Art von Person ist der Herr aller Dinge. Kann dann jemand, der diese Dinge nur so weit versteht, dass er weiß, was er essen kann oder nicht, der Herr der Schöpfung sein?

Als Gott die Welt erschuf, empfand er tiefe Freude. Als Er alles begutachtete was Er geschaffen hatte, sagte Er, dass es gut sei. Er freute sich. Was ist Freude? Freude ist das was man fühlt, wenn ein Zweck erfüllt ist. Weil Gottes bewusster Zweck allen Dingen der Schöpfung inne wohnt, fühlte er Freude beim Anblick seiner Geschöpfe. Was ist in diesem Zusammenhang dann die Welt der Wiederherstellung für eine Welt? Sie ist die Welt, in der Menschen leben, die substantiell die herzensmäßige Affinität besitzen, die sie befähigt, Gott für die Wunder in den Geschöpfen zu preisen. Diese Menschen sehen den Himmel in den Dingen der Schöpfung. Daher sind Geschichten über Personen wie den heiligen Franz von Assisi, der zu den Tieren und den Vögeln predigte, keine Lügen. Solche Berichte wirken auf viele wie ein Traum. Wie dem auch sei: Sie sind keine Träume, sie sind Realität.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Öffnen wir morgens unsere Augen und bestaunen die Natur, so erzeugt diese in uns ein zwar undeutliches aber erahnbares Gefühl einer idealen, harmonischen Welt. Betrachten wir aber dann die Welt des Menschen, so erwacht in uns das Gefühl der Soge, der Verwirrung und der Ratlosigkeit.

Wäre das hier die ursprüngliche Welt des Menschen, so würden wir beim Anblick der heutigen Menschen tiefstes Leid empfinden. Die Menschen wurden nicht nur mit dem Wert eines Grases, einer Blume oder eines Baumes geschaffen. Diese kostbare Menschheit kann durch nichts im großen weiten Universum ersetzt werden. Diese Menschheit sollte als Repräsentant des Himmels einen unvergleichlichen Wert verkörpern.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Das eine müssen wir genau verstehen. Betrachten wir die Natur, die mit der Liebe Gottes ausgestattet ist, so sollten wir fühlen, dass all die feinen Gewänder und die wunderbaren Dinge der Könige und der berühmten Leute und auch nicht die antiken Schätze, die über Generationen hindurch weitergegeben wurden, mit dem Wert der Geschöpfe der Natur vergleichbar sind. Sind wir nicht fähig so zu fühlen, so begehen wir vor der Natur ein Verbrechen, auch wenn wir uns dessen nicht im Geringsten bewusst sind.

Eine Person, die die Geschöpfe der Natur in der Tiefe erfasst, in die Gott sein ganzes Herz investiert hat und denkt: „Können die Schöpfungen des Menschen damit verglichen werden? Gleichgültig wie großartig ein Künstler auch sein mag, ist er größer als Gott?“, solch eine Person ist ohne Zweifel ein Sohn oder eine Tochter Gottes. Diese Person braucht nicht mehr zu beten. Das ist eine Person, in der Gott lebt. Der Himmel drängt die Menschheit dazu, zu solchen Menschen zu werden.

Alle Menschen möchten etwas besitzen, das von einer Person stammt, die sie lieben, gleichgültig was es auch sein mag. Ist es nicht so? Wie dem auch sei, solange sie nicht wissen, wie sie die Dinge wertschätzen sollen, die von Gottes eigener Hand stammen und die sie am meisten lieben sollten, sind diese Menschen wirkliche Söhne und Töchter Gottes?

Ihr alle hier, die ihr die Verantwortung habt die Dinge der Schöpfung von der Bitterkeit des Herzens zu befreien, die sie seit dem Sündenfall des Menschen angehäuft haben, wenn ihr ein Blatt oder einen Baum seht, solltet ihr das Herz Gottes bei deren Schöpfung vor Tausenden von Jahren spüren. Diese Einstellung zu haben ist sehr wichtig für uns alle.

Daher sollten unsere Vereinigungsmitglieder fähig sein, beim Anblick eines Grases am Wegrand in Tränen auszubrechen. Wenn ihr einen einzelnen Baum umarmt, solltet ihr fähig sein zu weinen, während ihr sagt: „Wie einsam bist du gewesen, seit du deinen Herrn verloren hast?“ Versucht das einmal zu tun.

Die Person, die jetzt zu euch spricht, hat sehr viel geweint. Sie hat Steine und Felsblöcke umarmt und dabei geweint, und sie weinte selbst beim Anblick des brausenden Windes. Habt ihr genau hingehört, was ich in dieser Ansprache gesagt habe, so wisst ihr, warum. „Ihr kostbaren Dinge der Schöpfung, die ihr von Gott geschaffen wurdet, ihr kostbaren Dinge der Schöpfung, die ihr auf ewig mit Gott verbunden seid, ich kann eure Sorge und euer Leid teilen, das daher kommt, dass ihr niemals die Wertschätzung erlebt habt, die heute die Wertgegenstände in den Schatzkammern der Nationen und Königreiche erleben.“ Ich habe mich die Worte sagen gehört: „Auch wenn alle Menschen der Welt blind für euch sind, ich fühle mit euch.“ In der Zukunft werden solche Menschen eine neue Art von Menschen bilden, die die Menschheit in Liebe führen kann. Das ist nicht irgendeine Theorie; das ist eine Tatsache.

Wer unter euch ist bereit die Geschöpfe der Natur höher einzuschätzen als euer Familienerbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde, höher als den wertvollsten Diamanten? Wo gibt es eine solche Person? O Gott, siehst du eine solche Person, die mit den Dingen der Schöpfung so tief mitfühlt, die du mit Tränen in deinen Augen liebst und umarmst, so wirst du sagen: „Komm her zu mir!“ Denkt darüber nach, ob ihr das tun könnt oder nicht.

(Aus:  Der Weg für Studenten)

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Was wir als großartige Literatur bezeichnen ist ein Schriftstück, das die Wunder der Natur in vollen Tönen beschreibt. Literatur ist was wir als „Natur in Worte gefasst“ bezeichnen. Die Menschen möchten ihre Gefühle der Natur gegenüber zum Ausdruck bringen. Mensch und Natur sind durch das Herz der Liebe miteinander verbunden.

Der menschliche Körper hat alle Elemente der Natur in sich. Betrachtet ihr das Herz, so kann es mit dem Stamm eines Baumes verglichen werden. Der Magen ist wie die Wurzel und die Blätter sind wie die Lungen. Alle Elemente der Natur können im menschlichen Körper gefunden werden. Auf eine gewisse Weise sind auch alle Elemente des Himmelreiches und der geistigen Welt im Menschen zu finden. Wenn sich der Mensch also bewegt, so versetzt er damit die ganze Natur und den gesamten Himmel in Aufregung und Begeisterung.

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Die Sonne sagt nicht: „Euer Leben kommt von mir!“ Da die Sonne das Leben in sich trägt folgt ihr die Welt ganz natürlich und ohne viel zu fragen.

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Das ist die Einstellung, die ihr haben sollt. Es ist gleichgültig, ob ihr einen Menschen oder eine Kuh betrachtet. Ihr solltet das Herz haben, die Ohren einer Kuh in die Hand zu nehmen und eure Stirn an die ihrige zu drücken, zu weinen und zu sagen: „Wie wunderbar würde es sein, von wahren Eltern geführt zu werden? Ich fühle mit dir, die du dich in der Position eines Waisen und eines Sklaven befindest und deinem Schicksal nicht entfliehen kannst.“

Dasselbe Gefühl sollte aufkommen, wenn ihr die Felder und die Bäume betrachtet. Ihr solltet ihnen sagen: „Wenn ihr historischen Groll in euch habt, kommt und ladet ihn heute bei mir ab. Habt ihr den Wunsch etwas zu erreichen, so solltet ihr es mir hier und jetzt sagen. Ich werde euch mit der Vorsehung Gottes verbinden.“ Auch wenn ihr die Ebenen, die Berge und die Flüsse betrachtet, solltet ihr zu ihnen sagen: „Wie kann ich euch alleine lassen? Ich werde hingehen und jedes Tal besuchen.“ Ihr solltet die verstecktesten Bäume im Wald aufsuchen, die selbst ihr Eigentümer bis jetzt noch nicht besucht hat und sagen: „Der Grund, warum ich in die Berge gegangen bin und euch aufsuche ist, weil ich spüre, dass ihr euch in dieser verlassenen Gegend schrecklich allein fühlt. So bin ich hierher gekommen und betrachte euch als die Repräsentanten all dieser Bäume hier.“ Dann solltet ihr im Namen der Bäume dieser Stadt, dieses Bezirkes oder Bundeslandes dort beten. Ihr sollt beten, dass sie die Freude, die sie heute gespürt haben, noch lange in sich tragen, und indem sie die Sorgen heute abladen, die Freiheit an ihre kommenden Generationen weitergeben können.

Seht ihr euch einem Stein oder einem Felsen gegenüber, so sollt ihr weinen und sagen: „Welche Art von Wünschen habt ihr von die zahlreichen Menschen und Völkern die Geschichte hindurch zu hören bekommen? Viele Menschen haben euch verachtet und verflucht, aber ich möchte anders sein. Wie lange habt ihr auf den Tag gewartet, an dem ihr mich treffen und euer Innerstes zum Ausdruck bringen könnt?“ Könnt ihr ein solches Herz entwickeln, so wird euer Weg nicht in den Abgrund führen.

(Aus:  Der Weg eines geistigen Leiters – Teil 2)

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  1. Wie können wir die Natur beschützen?

In Amerika gibt es sehr viel Abfall und als ich hierher kam dachte ich, dass wir Alteisen sammeln sollten, nicht mehr gebrauchte und selbst verrostete Teile, um sie einem Recycling zuzuführen. Es gibt auch einen riesigen Berg Papier, der einmal verwendet und dann weggeworfen wird. Auch das sollte recycled werden…

Am schlimmsten scheint die Luftverschmutzung zu sein – Auspuffgase und Abgase aus Fabriken und dergleichen. In der Zukunft werden Umweltverschmutzer nur begrenzt verwendbar sein, das Kochen eingeschlossen. Jede Art extra Abgase oder Rauch kann nicht toleriert werden. Das mag auch bedeuten, dass wir in Zukunft etwas weniger kochen werden. Es gibt gutes, roh zubereitetes Essen, wie Gemüse oder Fisch. Das ist sehr bekömmlich und dient unserer Gesundheit. So werden die Menschen mehr und mehr auch dazu übergehen.

(Aus: Das Meer und der Wille Gottes)

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Nun verfallen die hochzivilisierten Nationen der Welt der Materie oder des Materialismus. Wenn aber die Materie den Geist und das Gemüt des Menschen regiert, so wird die Seele schnell zu einem Sklaven der Materie. Das Resultat davon ist das Herausfallen aus der wahren Liebesordnung. Auch wenn sich die Menschen des materiellen Überflusses erfreuen und in den Großstädten die Hochhäuser schön aufgereiht dastehen, das Gemüt und die Seele des Menschen sind zu einer öden und leeren Wüste geworden. Nirgends finden wir eine Oase der wahren Liebe und das macht das menschliche Leben trostlos und verlassen. Weiters wuchert in den Menschen der Egoismus und die Zügellosigkeit und das zwingt die ganze Natur in die Position eines Opfers.

Heute wird die natürliche Umgebung vom Menschen mehr und mehr zerstört. Das Wasser und die Luft sind verschmutzt und die Ozonschicht, ein wichtiges Schutzschild, wird auch immer dünner. Setzt sich dieser Trend ungebrochen fort, so wird die materialistisch orientierte Menschheit dem Punkt der Selbstzerstörung nicht mehr entkommen können.

Das 21. Jahrhundert ist die Zeit der Rückkehr zur ursprünglichen Welt, die Gott von Anfang an ersehnt hat. Das Zeitalter der materieorientierten Zivilisation des Materialismus wird von einer Ära der spirituellen Zivilisation abgelöst werden, in dem der Geist und das Gemüt im Aufsteigen begriffen sind. An diesem Wendepunkt ist es meine große Hoffnung, dass die Entwicklungsländer nicht die Fehler der Industrieländer wiederholen und in die Falle der materialistischen Zivilisation tappen. Ich wünsche diesen Ländern, dass sie aus den negativen Beispielen ihre Lehren ziehen und direkt die Zivilisation anstreben, in der der Geist und das Gemüt die Oberhand hat.

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Wer wird die Dinge der Schöpfung am meisten lieben? Habt ihr die Schöpfung schon jemals geliebt? Als ich in den Pantanal ging, liebte ich die Natur und alle Geschöpfe. Ich wollte die gesamte Schöpfung lieben, die Insekten und die größeren Tiere. In Südamerika gibt es sehr viele Tierarten. Es ist ein Himmelreich für die Tiere und sie finden auch zahlreiche Verstecke und guten Unterschlupf dort, so dass sie vom Menschen nicht leicht entdeckt werden können. Gott schuf sie alle mit Liebe, daher sollten sie ursprünglich in einer reinen Umgebung wohnen. Ich fragte sie, warum sie in dieser schmutzigen Umgebung, im Sumpf und im schmutzigen Wasser, leben, und sie sagten, dass sie sich vor den Menschen fürchten, der ihnen nur nach dem Leben trachtet. Daher sollten wir diese Tiere befreien. Das möchte ich tun.

Ich möchte alle schmutzigen Gewässer und Flüsse dort reinigen, damit die Lebewesen, die dort wohnen müssen, befreit werden können. Alle Menschen sollten für diese Aufgabe mobilisiert werden. Aus diesem Grund möchte ich, dass ihr auf das Meer geht. Möchtet ihr mir folgen oder möchtet ihr sie im Schmutz weiterleben lassen? Sollte das der Fall sein, so solltet ihr Amerikaner bereit sein dieses schmutzige Wasser trinken. Nach einem Wolkenbruch wird das Wasser unrein und verschmutzt. Alles mögliche wird miteinander vermischt. Trinkt ihr dieses Wasser, so lauft ihr Gefahr zu sterben. Aber ihr solltet gewillt sein zum Wohl der Schöpfung zu sterben, auch wenn ihr ein solch verschmutztes Wasser trinken müsst. Liebt ihr diese Tiere noch mehr als euer eigenes Leben, so wird Gott euch umso mehr lieben.

Wir sollten uns danach sehnen die ganze Umgebung zu reinigen, und wir sollten die Nummer 1 darin werden. Möchtet ihr das, so hebt bitte eure Hände. Schaut euch eure Handflächen an. Wenn ich mich dazu entschließe, so werden mich alle Dinge willkommen heißen und mich mit Begeisterung aufnehmen. Lasst uns den Ozean lieben. Die Liebe liebt nicht nur das reine Wasser. Liebt die Vereinigungskirche nur das reine Wasser, so stimmt etwas mit ihr nicht. Wir sollten beide lieben, das Reine und das Schmutzige, und dann gilt es das Schmutzige reinigen und das Reine zu bewahren. In alle Ewigkeit sollten wir alles lieben. Wir sollten alles gut machen was noch nicht gut ist.

Wir sollten Wasser produzieren, mit dem wir Gott dienen können. Wasser soll durch einen Wasserreiniger gereinigt werden. Gestern gingen wir, 200 Leute an der Zahl, fischen. Eigentlich ist das Wasser des Hudson River ziemlich schmutzig. Trinkt ihr dieses Wasser, was geschieht dann? Es gibt hier eine Nutzwasserleitung, die mit Flusswasser gespeist wird. Bevor es wieder in den Fluss zurückfließt wird es geklärt und so können Lebewesen darin leben. Wir dürfen niemals denken, dass wir alleine auf der Welt sind. Das ist ein äußerst sündiger Gedanke.

(Tag aller wahren Dinge, 6. Februar 2000)

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Gott hat uns alles gegeben. Wir müssen es nur richtig verwenden. Es gehört nicht uns. Es gehört Gott, der Geschichte und der Ewigkeit. Wir sollten es nicht verschwenden…. Seid konservativ, auch im Umgang mit Wasser. Habt ihr jemals daran gedacht das Wasser zu lieben und es zu konservieren? Habt ihr schon einmal das Gras geliebt? Für wen hat es der Himmlische Vater erschaffen? Für uns. Es ist wie ein Schatz. Ein künstlerisches Meisterwerk, das Millionen wert ist, ist nicht so wertvoll wie ein Grasblatt, das Gott geschaffen hat. Der Wert der Natur, mit der wir täglich zu tun haben, ist nicht messbar. Das sind alles Dinge, die Gott selbst als Geschenke für die Menschen geschaffen hat und auf die Er in alle Ewigkeit hinein stolz sein möchte. Wenn wir zu Bett gehen, sollten wir zur Sonne und zur Natur „gute Nacht!“ sagen. „Ich brauche meinen Schlaf bis morgen, raste auch du dich aus.“ Als Eigentümer muß ich diesen Schritt tun. Als Eigentümer muß ich mehr Liebe geben als Gott. Gott liebt sie immer, aber mein Liebe sollte noch dazu kommen. Schenkt den Bäumen, den Gräsern und den Kräutern in eurem Garten eure Aufmerksamkeit, noch mehr als den Tieren. Seid voll des Dankes, wenn ihr zu Bett geht. Fühlt ihr diese Dinge?

(Der Anbruch der Ära des 4. Adams 24. Oktober 1999)

 

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