Vereinigungskirche

Gottes Vaterland und das Zeitalter der Königschaft in Cheon Il Guk

peace-one-god

Reverend Sun Myung Moon
5. Februar  2003
Weltgipfel zur Entwicklung einer Friedenskultur

Lotte Hotel, Seoul, Korea

Ins Deutsche übertragen von Johannes Stampf und Fritz Piepenburg

Verehrte Präsidenten im Amt und im Ruhestand, leitende Persönlichkeiten aus Politik, Religion und Wissenschaft aus aller Welt, meine Damen und Herrn!

Wir haben uns heute hier mit dem brennenden Wunsch nach einer ewig unveränderlichen Welt des Friedens, die eine ideale himmlische Welt ist, versammelt. Anlässlich dieses höchst bedeutungsvollen Treffens möchte ich Ihnen als Gründer der Interreligiösen und Internationalen Föderation für Weltfrieden eine Botschaft überbringen, die Gottes ursprüngliches Ideal zum Thema hat. Der Titel meiner Ansprache ist „Gottes Vaterland und das Zeitalter der Königschaft in Cheon Il Guk“

Warum müssen wir das Reich Gottes errichten?

Wir müssen Gottes ewiges Reich errichten, das Gott als „Sein Reich und Seine Gerechtigkeit“ bezeichnet, aber die Menschen, die auf Erden leben, konnten dieses Reich bis heute nirgends finden. Es ist wichtig zu wissen, dass die Menschheit heute wie in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte alles daran gesetzt hat, dieses Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit zu verwirklichen.

Wie kann es sein, dass dieses Himmelreich, nach dem wir uns so sehr sehnen, noch immer als unerreichtes Ziel vor uns liegt? Der Grund ist, dass die Menschen gefallen sind. Als Ergebnis des Falles fanden sich Gott und Menschheit, die ursprünglich das Zentrum Seines Himmelreiches und Seiner Gerechtigkeit bilden sollten, in einer Lage, die verhinderte, dass sie miteinander eine Beziehung eingehen konnten. Wir Menschen wussten nicht viel über unseren Vater, das Zentrum Seines Reiches oder Seine Gerechtigkeit. So hat Gott die ganze Geschichte hindurch daran gearbeitet, uns unwissende Menschen zu erleuchten und uns über Ihn zu lehren. In diesem Zusammenhang bleibt die Errichtung Seines Reiches und Seiner Gerechtigkeit unser sehnlichster Wunsch und unser erhabenstes Ziel.

In der heutigen Welt gibt es zahlreiche Nationen. Aber nicht eine von ihnen kann wahrhaft die Liebe Gottes empfangen. Aus diesem Grund lehnt Gott diese gefallene Welt ab und möchte Sein neues Himmelreich verwirklichen. Gottes Vorsehung ist es, eine Nation zu errichten. Gott kann Seinen Willen die Menschheit wiederherzustellen nicht erfüllen, ohne die Zusammenarbeit mit einer Nation. Ein wahrer Staat, ausgerichtet auf die wahre Religion, ist nötig. Deshalb entwickelte Gott in der dafür vorgesehenen Zeit eine bestimmte Nation mit einer bestimmten Religion im Mittelpunkt, das auserwählte Volk Israel und das Judentum.

Was sind die Wesensmerkmale der Nation, welche den sehnsüchtigen Wunsch Gottes nach einem Königreich erfüllt? Wir finden diese Merkmale nicht in den Nationen, in denen wir heute leben. Eines Tages müssen wir diese Nationen verlassen.

Wir leben noch nicht im Himmelreich. Eine Person ohne Nation hat keinen ständigen Wohnsitz, keine Nationalität und keine Möglichkeit sich als Einwohner registrieren zu lassen. Aus diesem Grund müssen wir in unserer gegenwärtigen Welt das Reich Gottes erreichen. Wir müssen das Himmelreich hier auf Erden bauen. Wir müssen auf Erden als Staatsbürger dieser Nation leben. In dieser Nation führen wir unsere eigene Familie und unsere Verwandtschaft an, ererben die Linie der wahren und guten Eltern und lieben das Land und die Nation als siegreiche Söhne und Töchter. Nur auf diesem Weg werden wir das Himmelreich in der Geistigen Welt betreten. Das ist das Prinzip Gottes.

Nur wenn es eine Nation gibt, wird es uns möglich sein, eine Tradition weiterzugeben, die in alle Ewigkeit bei unseren Nachkommen Bestand haben wird. Nur wenn es da eine Nation gibt werden das Blut und der Schweiß, die wir vergossen haben, Früchte tragen. Nur wenn es da eine Nation gibt werden Männer und Frauen ein Monument zur Ehre des Werkes Gottes auf dieser Welt errichten und nur dann wird Gottes Herrlichkeit auf dieser Erde Bestand haben. Gibt es aber keine Nation, dann war alles umsonst. Daher müssen wir verstehen, dass die Errichtung des Reiches Gottes unsere vorrangigste Aufgabe ist.

Wir müssen in dem ständigen Bewusstsein leben, dass „unsere Familie die Nation beschützt, die qualifiziert ist, die Liebe der Wahren Eltern zu empfangen. Daher muss ich ein treues Kind der Wahren Eltern sein und den Weg eines Patrioten für diese Nation gehen.“ Das bedeutet, dass wir die Liebe Gottes und der Wahren Eltern empfangen müssen. Wir können ohne eine Nation zu haben, Gottes Liebe nicht empfangen. Denn nur nachdem wir die Herrschaft Satans über die Nation erfolgreich besiegt haben, kann das Reich Gottes errichtet werden.

Das Reich Gottes ist der lang gehegte Wunsch aller Menschen

Warum schätzen wir das Reich Gottes so sehr? Wir schätzen es, weil es der Ort ist, an dem eine Liebe wohnt, die nicht vergänglich sondern ewig ist; eine Liebe, die die Zeit übersteigt. Es ist auch ein Ort, an dem wir aufgerichtet werden und an dem unser Wert im vollsten Ausmaß erkannt und anerkannt wird. Es ist der Ort der ewigen Freude. Aus diesen Gründen sehnen sich die Menschen nach dem Himmelreich und möchten es erleben.

Wir müssen den Weg gehen, den wir immer schon gehen wollten und wir müssen die Nation errichten, in der wir in alle Ewigkeit leben möchten. Wenn wir Reichtümer besitzen, so sollten es nur solche sein, die gleichzeitig auch dem Kosmos gehören, und die in der Vergangenheit und in der Zukunft ebenso Gültigkeit haben, wie der Gegenwart. Wir müssen auch die Autorität und die Gewissheit haben, dass, wenn wir weinen, auch der Himmel weint, und wenn wir voll Freude sind, auch der Himmel und die Erde diese Freude mit uns teilen kann. Das ist der sehnlichste Wunsch und die größte Hoffnung, welche die gefallene Menschheit in der Gegenwart hat.

Jeder sollte in seiner eigenen Nation leben können. Das ist ein allen Menschen verliehenes absolutes Recht und Bedürfnis. Jeder ohne Ausnahme sollte ein Leben gefüllt mit einem tiefen Wunsch nach Gottes Himmelreich und Seiner Gerechtigkeit führen. Das bedeutet, dass wir mit unseren Gedanken ein Bild von der idealen Welt malen und unser tägliches Leben zum Wohle Seines Himmelreiches und Seiner Gerechtigkeit gestalten müssen.

Haben Sie eine solche Nation? Weil es sie noch nicht gibt, müssen Sie sie errichten. Welche Art Nation sagte ich wird das sein? Es wird eine Nation der Ideale sein und eine Nation der Einheit. Es wird eine Nation sein, in welche die Menschen aller Völker einwandern können. Bei der Errichtung dieser Nation kann niemand ausgeschlossen werden. Die Familie, die Sippe, die Nation und die Welt, alle werden kooperieren. So kann jeder Mensch innerlich vereinigt sein und die Einheit innerhalb der Familien, Sippen, Gesellschaften, Nationen und der Welt herbeiführen.

Gott muss den Zweck Seiner Vorsehung auf Erden erfüllen. Was wird dann das Ergebnis sein? Als Ergebnis wird Gott alle Menschen retten und Seine Herrschaft über die Welt ausüben können. Der Zweck der Vorsehung kann nichts anderes sein als die Verwirklichung dieser Hoffnung.

Wenn Sie die Aufgabe der Wiederherstellung einer Nation auf Erden nicht erfüllen können, werden Sie in der Geistigen Welt nicht den Wert eines Bürgers des Himmelreiches besitzen. Sie werden alles, was Sie auf Erden erreicht haben, sowie Ihre Qualifikation unter der Herrschaft Gottes auf Erden gelebt zu haben in Ihr nächstes Leben in der Geistigen Welt mitnehmen. Das ist der ursprüngliche Standard von Gottes Schöpfung.

Ich beneide nichts und niemanden auf dieser Welt. Ich habe kein Interesse an den Dingen dieser Welt. Das einzige Verlangen in meinem Leben ist: „Sollte es nicht möglich sein, dass ich in einer Nation sterbe, in der Gott mich beschützen kann? Wenn ich das zu meinen Lebzeiten nicht erreiche, war dann mein Leben nicht ein miserables Leben? Ich muss diese Nation errichten bevor ich sterbe, und ich muss in dieser Nation leben, auch wenn es nur ein einziger Tag sein sollte.

Dieser eine Tag ist mir die Opfer vieler Tausender von Tagen wert. Sie mögen sich ausruhen, weil Sie diese Dinge nicht verstehen, aber ich gehe weiter. Auch wenn Sie es nicht tun können, ich muss es tun, auch wenn es bedeutet Menschen aus anderen Nationen zu mobilisieren. Wenn eine Nation das nicht erfüllen kann, so muss ich durch andere Nationen arbeiten und eine indirekte Strategie anwenden.

Was ist der Zweck unseres Glaubens? Der Zweck unseres Glaubens ist es, Bürger des Reiches Gottes zu werden. Sind wir nicht Bürger Seines Reiches, so werden wir nicht fähig sein, frei und stolz mit anderen Menschen und der gesamten Schöpfung in Beziehung zu treten. Wir sind nicht frei ihre Liebe zu empfangen. Eine Person ohne Nation ist immer ungeschützt und verwundbar. Sie ist in einer bemitleidenswerten Lage. Sie mag ungerechtfertigter Weise aus verschiedenen Gründen zu leiden haben. Daher müssen wir wissen, wo wir die von Gott ersehnte Nation finden können; das ist die Nation, die in dieser Welt als Gottes Ankerpunkt dienen kann. Das ist eine essenzielle Angelegenheit.

Letztlich sollten wir in der Lage sein, für die Menschen dieses Landes Blut und Tränen zu vergießen, zum Wohle der Errichtung des ewigen himmlischen Königreiches und zum Wohle der Errichtung einer glücklichen und wohlhabenden Gesellschaft, auf die unsere Nachkommen in alle Ewigkeit Loblieder anstimmen werden.

Ohne jeden Zweifel werden die Kinder von Gottes direkter Linie ein Mandat des Himmels, das Gottes volle Autorität trägt, besitzen und über eine königliche Autorität in dieser Nation verfügen. Dieses Himmelreich wird Demokratie und Kommunismus als Systeme betrachten, die versagt haben. Einmal errichtet, wird dieses Königreich auf ewig bestehen.

Wenn Sie das bedenken, sehnen Sie sich dann nicht danach, Bürger dieses Königreiches zu sein? Ich glaube wir sollten es zutiefst bedauern, nicht in solch einer Nation zu leben. Wir müssen bereuen, dass wir dieses einzigartige und unveränderliche Reich Gottes noch nicht erlangen konnten.

Im Versuch solch ein Reich, solch eine Nation und solch ein Territorium zu finden, haben die Menschen zahllose Königreiche errichtet. Wir wissen, dass in diesem Prozess unzählige Menschen gestorben sind, viele wurden geopfert, viele Länder wurden zerstört und zahlreiche Königsfamilien wechselten einander ab. Unter den Menschen, die geopfert wurden, sehnen sich all die sorgen- und kummervollen Seelen, die auf Gottes Seite standen, noch immer nach der Errichtung des Reiches Gottes und einer Welt des Friedens.

Gottes Vorsehung Sein Königreich zu errichten

Wir müssen verstehen, dass nach dem Fall der ersten Menschen nicht Gott sondern Satan die Herrschaft über die Geschichte ausübte. Ursprünglich jedoch sollte Gott der Meister dieser Welt sein. Hätten Völker und Staaten, bestehend aus göttlichen Familien, diese Welt errichtet und die Beziehung der Liebe mit Gott aufrecht erhalten, wäre Gott fähig gewesen, Seine Herrschaft über die Welt, jede Nation, jede Familie und jeden Einzelnen auszuüben. Aufgrund des Falles jedoch stellten sich Individuen, Familien, Sippen, Völker, Nationen und die Welt Gott als Feind gegenüber. Das ist die Geschichte und die Welt, die durch den Fall hervor gebracht wurde.

Lassen wir die Welt wie sie ist, so wird die wahre Liebe, die Gottes Schöpfungsideal verwirklicht, nicht zum Vorschein kommen. Da aber Gott als absolutes Wesen Seine ursprüngliche Autorität nicht errichten kann ohne dass Er Seinen ursprünglichen Willen verwirklicht, machte Er Seine Position zum Standard, um die Welt des Bösen unter Seine Kontrolle zu bringen und sie in Richtung Seines ursprünglichen Ideals zu führen. Dies war Gottes Vorsehung für die Wiederherstellung der gefallenen Welt.

Heute gibt es auf der Welt zahlreiche Nationen unter der gefallenen Herrschaft, aber es gibt nicht eine einzige, die Gottes sehnlichsten Wunsch erfüllen könnte. Um eine Nation zu errichten, die Seinen Willen erfüllen kann, arbeitete Gott die Geschichte hindurch, indem Er die Menschen führte, auch ohne dass sie sich dessen bewusst waren. Gott schuf Adam und führte ihn in Richtung Vollkommenheit mit dem Wunsch, durch ihn die Herrschaft über alle Familien, Sippen und die Welt ausüben zu können. Als Ergebnis von Adams Fall jedoch zerbrach die Geschichte, die in Einheit begann, in unzählige Stücke. Die Geschichte der Erlösung war der Prozess, all diese Stücke wieder in die richtige Position zu bringen und sie zu verbinden.

Da Adam der Vorfahr aller Menschen ist, war der Verlust Adams gleichbedeutend wie der Verlust der gesamten Welt. Daher muss Gott Adam nochmals rufen und einsetzen. Die Person, die dafür ausgewählt wurde, muss eine Person sein, die fähig ist, ihre eigene Sippe und Nation zu verlassen und zu vergessen, und ausschließlich für den Willen Gottes zu leben.

Lassen Sie uns das in Beziehung zum Ursprung des Christentums bringen. Jesus war aufgrund des Unglaubens und der Verfolgung durch das auserwählte Volk gezwungen, ein unstetes Wanderleben zu führen. Er konnte die Hoffnung auf Erlösung von Geist und Körper nicht erfüllen. Aber der Messias kommt mit der Mission, alle Barrieren im Himmel und auf Erden niederzureißen und ein vereintes Ganzes hervorzubringen. Gott möchte absolut, dass wir den Standard des Prinzips erreichen, der vom Himmlischen Gesetz verlangt wird, und dass die Staaten, die nach den Prinzipien der gefallen Welt leben, vergehen. Die Hoffnung, die Gott in Adam setzte, war nicht ausschließlich auf die Person Adams als Individuum beschränkt. Sie richtete sich auch auf die von ihm ausgehende Familie, Sippe, Gesellschaft und Nation.

Als die Bemühungen des Messias eine Nation zu errichten, gescheitert waren, hatte Israel enormes Leid zu ertragen. Der Herr der Wiederkunft ist verantwortlich für die Vervollkommnung Adams und die Vollendung der Mission des Messias. Er ist zuständig für die Errichtung einer vollkommenen Familie, Sippe, Gesellschaft, Nation und einer Welt, die in Adam wurzelt.

Gott sandte Seine geliebten Söhne und Töchter auf die Erde, um die Geschichte in Richtung der Schaffung einer Nation der absoluten Einheit voranzubringen. Aber im gegenwärtigen Moment ist kein Fundament vorbereitet, auf dem eine Nation wiederhergestellt werden kann. Aufgrund wiederholter Versagen sandte Gott himmlische Personen auf die Erde, um diese Angelegenheit voranzutreiben und zu Ende zu führen. Das war die Geschichte der Vorsehung der Wiederherstellung.

Wir müssen dankbar sein, auch dann wenn Gott uns als Individuum opfert. Auch wenn Er unsere Familie, unsere Sippe, unsere Völker und unsere Nationen opfert, müssen wir dankbar sein. Nur nachdem ein solches wahres Individuum und eine solche wahre Nation auf Erden errichtet sind, kann Ordnung in diese Welt gebracht werden. Wenn Gottes Reich auf den Fundamenten der Opfer von Einzelpersonen nicht errichtet werden kann, müssen die Opfer auf die Ebene der Familie, der Sippe und der Völker ausgedehnt werden.

Als Er die Vorsehung Sein Königreich zu errichten ausführte, war selbst Gott an dieses Prinzip gebunden. Daher ist es Seine Strategie, dass, wenn ein Individuum erschienen war, welches zum Wohl des Himmelreiches lebte, die Familie, welche die Tradition dieser Person ererbte, das nächste Opfer zum Wohle des Himmelreiches darbringen musste. Dann würden eine Sippe und ein Volk die Tradition dieser Familie ererben und sich selbst zum Wohle des Himmelreiches opfern. So hat Gott Seine Vorsehung, das Himmelreich zu errichten, ausgeführt.

Zu welchem Zweck wurden wir auf dieser Welt geboren? Wir wurden geboren, um Gottes Himmelreich zu lieben. Gottes Liebe für dieses Königreich hat auch Ihn motiviert, Seine Vorsehung der Wiederherstellung auszuführen.

Jesus und das Reich Gottes

Bewohner einer Nation ohne Staatshoheit sind in einer bemitleidenswerten Position. Das betraf auch Jesus, und so sagte er uns: „Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer Himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um Sein Reich und Seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ (Mt 6, 31-33). Sagte er uns, wir sollen uns zuerst darum kümmern einen Sohn zu haben? Oder sollten wir zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachten? Jesus lehrte uns, zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten, das Reich, das Gott so sehr ersehnt.

Gottes brennender Wunsch, Sein Reich und Seine Gerechtigkeit zu errichten, kann ohne den Menschen und die Schöpfung nicht erfüllt werden. In der Tat ist das alles nur in Zusammenarbeit mit dem Menschen möglich. Es ist Gottes Wunsch, durch den wahren Menschen mit der Schöpfung verbunden zu sein. Aus diesem Grund sandte Gott Jesus als substanzielles Wesen auf die Erde, damit er vor der gefallenen Welt den Herrn repräsentiert und die Linie des Himmels hervorbringt. Jesus ist die erste Person, die gekommen war mit dem Zweck der Erfüllung von Gottes brennendem historischem Wunsch auf Erden.

Jesus war der Sohn Gottes, der erste nach 4000 Jahren Vorbereitungsgeschichte. Er war Gottes Sohn, der auf Erden lebte, inmitten einer Nation, ausgerichtet auf das Judentum mit dem Samen der Familie Josefs. Die satanische Seite hatte bereits Nationen errichtet und attackierte die Seite des Himmels und so benötigte auch die Seite des Himmels eine Nation, die auf einem vollkommenen Fundament steht. Aus diesem Grund arbeitete Gott 4000 Jahre lang für die Errichtung einer einzigen Nation. Das Volk Israel hätte als Frucht von Gottes langer Arbeit Jesus annehmen und ein weltweites Fundament errichten sollen. Das war notwendig, um auf dieser Grundlage auf Erden eine Welt ausgerichtet auf Gott und Jesus zu errichten. Durch Jesu vorzeitigen Tod jedoch konnte diese Welt nur geistig entstehen.

Mit seinem dreijährigen öffentlichen Kurs versuchte Jesus alles wiedergutzumachen, was im Judentum verloren ging. Aber Jesus wurde gekreuzigt und Israel, das auf Erden als Gottes nationales Fundament im Geist und substantiell errichtet wurde, zerfiel. Da Jesus getötet wurde, konnte das Christentum einzig ein geistiges Fundament für eine Nation errichten und die Israeliten wurden zu einem Volk ohne Land. Sie wurden gezwungen umherzuwandern, und waren der satanischen Welt zum Gespött ausgeliefert. Das ist auch der Grund, warum wir keine wirkliche christliche Nation finden können im Geist und substantiell. So muss der Herr, der wiederkommt, die viertausendjährige Vorsehung wiederherstellen, durch die Gott die Nation Israel errichtet hatte, und darüber hinaus alles, was aufgrund des Unglaubens, der aus ihrer Unwissenheit resultierte, verloren ging.

Jesus kam um eine Nation zu errichten, eine vereinigte Nation. Es war ihm aber nicht möglich diese Nation im Geist und substantiell zu errichten; er errichtete sie nur im Geist. Daher hat das Christentum heute keine substanzielle Nation auf dieser Welt. Das bedeutet, dass Gott sich an keine Nation und an kein Volk wenden und sagen kann: „Meine geliebte Nation, mein geliebtes Volk“. Das zeigt uns, dass Gottes Reich auf dieser Welt noch nicht errichtet ist. Wäre zur Zeit Jesu die Nation Israel ausgerichtet auf Jesus eins geworden, dann wäre diese Nation mit Jesus, Seinem Sohn im Mittelpunkt das Reich Gottes geworden und Gott hätte auf dem Fundament dieser Nation die Welt wiederhergestellt. Als Ergebnis von Jesu Tod, also dem Verlust seines substanziellen Körpers, konnte das Ziel Geist und Fleisch auf Erden zu vereinigen nur geistige Früchte bringen.

Bis auf den heutigen Tag waren die Christen wie ein Volk ohne Land. Sie mussten damit rechnen, dass sie überall, wohin sie gingen, der Tod erwartete. Das Christentum wuchs auf dem Boden von Blutvergießen und Martyrium. Aufgrund der Art wie das Christentum (nämlich durch den Märtyrertod Jesu) in diese Welt kam, konnte es nur durch das Blut von Märtyrern wachsen. Nun ist die Zeit des Blutvergießens und der Verfolgung vorüber. Statt zu sterben und zu vergehen gibt es eine Philosophie, die sich nach dem Reich Gottes sehnt und das Kommen des Herrn erwartet, damit er die verlorene substanzielle Nation auf der Basis des geistigen Fundamentes des Christentums errichtet. Dies ist die Erwartung des zweiten Kommens.

Auch Jesus wartet noch im Paradies. Wir müssen wissen, dass er noch nicht vor den Thron Gottes getreten ist. Es war für Jesus notwendig eine nationale Oberhoheit für Gott zu gewinnen, über ein Land zu herrschen und eine Nation zu errichten, welche die Autorität besitzt, direkt von der Erde in den Himmel zu gehen. Da er eine solche Nation nicht errichten konnte, konnte Jesus nicht vor Gott stehen. So wurde das Paradies zu einem Warteraum auf dem Weg zum Himmel. Himmel ist der Ort, den niemand alleine betreten kann. Hätte es den Sündenfall nicht gegeben, so wären wir, in der Nachfolge von Adam und Eva, als gesegnete Familien in den Himmel eingetreten. Wir müssen dorthin mit unseren Söhnen und Töchtern gehen.

Um das durch Wiedergutmachung wiederherzustellen, kämpfte Gott zweitausend Jahre lang für ein Fundament über das Er mit dieser Welt in Verbindung treten kann. Wenn es aber keinen nationalen Standard gibt, wer kann dann das Fundament einer Nation ererben? Um solch ein spirituelles Volk zu finden und die notwendigen Vorbereitungen zu treffen, arbeitet Gott durch eine neue Bewegung ausgerichtet auf das Christentum.

Verehrte religiöse Führer: Mit dem Eintritt der Menschheit in das dritte Millennium erhält sie erneut ein himmlisches Geschenk. Ich hoffe, dass alle religiösen Menschen in ihren Herzen zusammenfinden und meinen Vorschlag unterstützen in den Vereinten Nationen parallel zur Hauptversammlung eine Kammer bestehend aus Vertretern verschiedener Religionen einzurichten. Wenn es eine großartige Aufgabe gibt, welche die UNO zum Wohl der Menschheit erfüllen kann, dann ist es, einen Beitrag zur geistigen Gesundung der Menschheit auf dem Fundament von Gottes wahrer Liebe zu leisten.

Für diesen Zweck habe ich gewissenhafte Leiter nicht nur aus den Religionen sondern auch aus den Bereichen Politik, Philosophie, Wirtschaft, Kultur und anderen ausgewählt und ihnen eine Ausbildung in wahrer Liebe vermittelt, die „ein Leben zum Wohl des anderen“ lehrt. Auf dieser Grundlage ernannte ich bereits zehntausende Friedensbotschafter. Überall auf der Welt tragen sie das Banner der Interreligiösen und Internationalen Föderation für den Weltfrieden, die ich gegründet habe. Sie setzen sich voll für die Errichtung einer Welt des Friedens ein, welche der gemeinsame brennende Wunsch Gottes und der Menschheit ist. Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Wille des allmächtigen, allwissenden und absoluten Gottes erfüllt sein wird.

Ich möchte am Schluss meiner Ausführungen alle hier versammelten Leiter ersuchen, aktiv an der Gesundung der Familien und Nationen durch die wahre Liebe mitzuarbeiten und auf diese Weise eine immer währende Welt des Friedens, in der es keine nationalen Grenzen mehr gibt, zu errichten.

Ich bete, dass der himmlische Segen in Fülle auf Sie und Ihre Familien herabkommen möge.

Vielen Dank.

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